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Werner erreicht neues Level – „Sandwich”-Kritik von Nagelsmann

Zehn Torschüsse gegen Hoffenheim: Timo Werner gegen TSG-Keeper Oliver Baumann.

Zehn Torschüsse gegen Hoffenheim: Timo Werner gegen TSG-Keeper Oliver Baumann.

Für Popstar Robbie Williams ist Timo Werner schlicht unbezahlbar. Nach dem Doppelpack des Nationalspielers beim 3:1 (1:0) von RB Leipzig gegen die TSG Hoffenheim zeigte sich selbst der britische Sänger enorm beeindruckt. „Er ist sehr schnell und sehr teuer. Im Moment kann ihn sich niemand leisten”, sagte Williams bei der Spendengala Ein Herz für Kinder und schaute den am Abend ebenfalls nach Berlin gereisten Werner dabei wie ein schwer entzückter Fußball-Fan an.

Mit 15 Toren in 14 Bundesliga-Spielen stürmt Werner gerade in Sphären, die in den vergangenen Jahren dem Über-Angreifer Robert Lewandowski vorbehalten waren. Noch liegt Werner ein Tor hinter dem polnischen Bayern-Star, doch es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis er ihn überflügelt. „Ich traue Timo alles zu. Man sieht, dass er nicht nur vollstrecken, sondern auch vorbereiten kann. Er hat sich sehr gut entwickelt, gerade in den letzten Monaten”, sagte Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche. Allein in den vergangenen fünf Ligaspielen erzielte Werner neun Tore und legte fünf Treffer auf.

Unter Nagelsmann hat der gebürtige Stuttgarter deutlich mehr Freiheiten als zuvor. In der vergangenen Saison hielt sich Werner viel auf dem linken Flügel auf, um mehr ins Tempo zu kommen. Aktuell ist er überall auf dem Feld zu finden, mal rechts, mal links, mal lässt er sich tief ins Mittelfeld fallen. „Er bewegt sich gut, bei mir spielt er ein bisschen tiefer als die letzten Jahre. So hat er häufig viel Raum, wo er sein Tempo auf den Platz bringen kann", sagte Nagelsmann im ZDF-Sportstudio.

Neue Vielseitigkeit von Timo Werner

Seine neue Vielseitigkeit zeigte Werner auch gegen Hoffenheim. Den Konter zur Führung (11.) leitete der 23-Jährige selbst mit ein und schloss ihn nach feinem Zusammenspiel mit Patrik Schick ab. Den Elfmeter zum zweiten Tor holte Werner selbst heraus und verwandelte dann souverän (52.). Zehn Torschüsse gab er gegen die Kraichgauer ab – aktuell ligaweiter Saisonrekord. Das gelang ihm trotz einer kleinen Blessur, die er sich beim Aufwärmen zugezogen und humpelnd den Rasen verlassen hatte. „Ich freue mich natürlich, dass es so gut läuft. Aber dahinter steht auch die Mannschaft und die hat wieder super gespielt”, gab Werner pflichtbewusst zu Protokoll.

„Er spürt gerade, dass er einen Schritt nach vorn gemacht hat. Ich gehe davon aus, dass er noch torgefährlicher wird”, sagte Nagelsmann, der seinem Stürmer das Zeug zur Torjägerkrone attestierte. „Wir spielen offensiver und das sieht man auch auf dem Feld.” Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Angreifer gute Chancen ungenutzt gelassen hatte und in einigen Situationen nicht aufmerksam genug war. Das räumte der Torjäger auch selbstkritisch im ARD-Hörfunk ein: „Ich hätte heute noch das ein oder andere Tor mehr machen können.”

Deshalb gab es am Sonntag vom Trainer ein „Sandwich” für Werner. „Ich werte das mit ihm aus. Es gab Situationen, in denen er einfache Bälle klauen kann”, erklärte Nagelsmann: „Ich werde das mit der Sandwich-Methode machen. Ich sage ihm erst, dass zwei Tore super sind, dann gibt es ein paar kritische Worte und dann sage ich ihm wieder, dass er super ist.”

Super für Robbie Williams und andere Werner-Interessenten ist zudem die Ausstiegsklausel, die sich der Angreifer im Sommer bei seiner Verlängerung in den Vertrag schrieben ließ. Angeblich soll Werner Leipzig im Sommer für 60 Millionen Euro verlassen können. Danach sinkt die Summe jährlich. Unbezahlbar ist er also nicht. Schwer zu kriegen, ist Werner dagegen schon. (RBlive/dpa/ukr)