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Coronafall bei Norwegens Nationalelf Sörloth muss doch nur zwei Tage in Quarantäne

Darf trotz vier negativen Tests nicht spielen: Alexander Sörloth.

Darf trotz vier negativen Tests nicht spielen: Alexander Sörloth.

Das Spiel von Norwegens Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag in Rumänien ist wegen eines Corona-Falles in den eigenen Reihen abgesagt worden. Die Europäische Fußball-Union Uefa teilte diesen Schritt am Samstagabend mit. Wegen des positiven Tests von Außenverteidiger Omar Elabdellaoui am Freitag verlangen die einheimischen Gesundheitsbehörden, dass die gesamte Mannschaft für zehn Tage in Quarantäne geht. Der 28 Jahre alte Profi vom türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul habe Symptome wie Kopfschmerzen und leichtes Fieber und fühle sich schlapp, hieß es. Er habe sich im Mannschaftshotel in Isolation begeben.

Der norwegische Fußballverband NFF hatte zunächst die für Samstag geplante Abreise zum Nations-League- Spiel in Bukarest ausgesetzt, später folgte die Absage.

Norwegischer Verband: „Verlieren die Chance, uns für die WM zu qualifizieren”

In einem Brief an das Gesundheitsministerium hieß es laut einer Pressemitteilung: „Wir und nicht zuletzt die Spieler verlieren die Chance, uns für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, falls wir in der ersten Runde scheitern sollten.” Laut den Uefa-Regeln dürfte nämlich Rumänien der Sieg zugesprochen, da das norwegische Team nicht antritt. Darüber wird nun die Uefa-Kontrollkommission entscheiden.

Die Spieler seien viermal getestet worden und alle Tests seien negativ ausgefallen, so der Verband. Das Team wollte in einem eigenen Bus und mit einem eigenen Charterflugzeug anreisen und isoliert im Hotel in Rumänien leben. Die Gesundheitsbehörde warnte nach Informationen des norwegischen Rundfunks NRK, dass trotz der negativen Tests Spieler infiziert sein könnten.

Norwegens Gesundheitsminister: „Werde heftig reagieren”

Der norwegische Gesundheitsminister Bent Hoie hatte zuvor gefordert, dass die UEFA die Quarantäne-Regelungen des Landes respektieren solle. „Wenn der Verband sich dafür entscheidet, in einer rechtlichen Grauzone zu agieren und eines der wichtigsten uns zur Verfügung stehenden Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie zu untergraben, nämlich die Quarantäne, wenn man mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen ist, dann werde ich heftig reagieren”, sagte Hoie.

Im norwegischen Kader standen für die Spiele in Rumänien und Österreich (Mittwoch) neben BVB-Stürmerstar Erling Haaland mit Rune Jarstein (Hertha BSC) und Alexander Sörloth (RB Leipzig) zwei weitere Bundesliga-Profis. Wenn die norwegischen Profis zehn Tage in Quarantäne bleiben müssten, wäre Sörloth bis Sonntag nicht einsatzfähig und würde das Spiel von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) verpassen. (UPDATE dazu: siehe unten)

Bereits das für vergangenen Mittwoch geplante Länderspiel des „Landslaget” gegen Israel war auf dringende Empfehlung der lokalen Gesundheitsbehörden abgesagt worden. Grund war der positive Fall des israelischen Nationalspielers Munas Dabbur von der TSG Hoffenheim.

Leipzigs Stadtsprecher Hasberg: „Ein Gesundheitsamt ist keine Polizei”

Die Leipziger Gesundheitsbehörden hatten trotz fünf positiven Fällen im Team von Gegner Ukraine vor dem Länderspiel in der Messestadt gegen die deutsche Nationalelf keine Quarantäne angeordnet. Stadtsprecher Matthias Hasberg hatte erklärt: „Wir haben versucht rauszubekommen, mit wem diese fünf Leute in den letzten 48 Stunden engen Kontakt hatten. Das Team hat uns versichert, dass es diese Art von Kontakt nicht gab. Für das Gesundheitsamt gibt es keine Handhabe, weitere Spieler oder Mitglieder der Delegation in Quarantäne zu nehmen.” Und: „Wir sind angewiesen darauf, was uns dieses Team erzählt. Ein Gesundheitsamt ist keine Polizei.” (RBlive/dpa/sid/ukr)

UPDATE: Laut RBlive-Informationen wird Sörloth am Sonntag in Leipzig erwartet. Dann begibt er sich vorsorglich zwei Tage in Quarantäne und wird zweimal auf das Coronavirus getestet. Sollten beide Tests negativ ausfallen, kann der Stürmer kommende Woche wieder ins Training einsteigen und in Frankfurt auflaufen.