RB sucht den sportdirektor

"Es ist auf der Zielgeraden": Was zur Eberl-Verpflichtung noch fehlt

Von RBlive/hen 17.09.2022, 18:52
RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff
RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (imago/fohlenfoto)

Vor dem Anpfiff des Spiels von RB Leipzig bei Borussia Mönchengladbach hat sich RB-Klubchef Oliver Mintzlaff erneut zur Personalie Max Eberl geäußert. Eberl war mal Sportdirektor der Borussia. jetzt soll er zu RB wechseln.

Mintzlaff: "Wir würden uns freuen"

Der Wechsel entpuppte sich zuletzt freilich als Hängepartie. Jetzt sagt Mintzlaff: "Wir sind auf der Zielgerade. Wir gehen davon aus, dass wir eine Einigung erzielen. Es gibt zwar noch keine Einigung mit Gladbach, aber wie gesagt, wir sind auf der Zielgerade und würden uns schon freuen."

Seit über einem Jahr sucht RB einen Nachfolger des zu Eintracht Frankfurt abgewanderten Markus Krösche. Mintzlaff meinte dazu: "Das ist die Zielgerade von nem 10000-Meter-Lauf. Das war ja unsere Sportdirektorensuche. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen eine Entscheidung haben."

Mintzlaff äußerte sich auch dazu, was diese Verpflichtung für ihn selbst bedeuten würde. Bei Sky sagte er: "Ich bin ein Stück weit kaputt von der Arbeit der letzten Wochen. Aber ich habe das ja nicht alles alleine gemacht, das ist ja keine Mintzlaff-Show. Sondern wir haben es im Team gut gemacht. Ich habe nach dem Abgang von Markus Krösche immer gesagt, dass wir einen Nachfolger suchen. Es war lang, ja richtig. Aber jetzt sind wir bei Max Eberl und darüber sind wir sehr glücklich."

Max Eberl: "Hey, das ist lieb"

Eberl selbst wurde zuletzt aus seinem alten Gladbacher Umfeld massiv angefeindet. Ihm wurde unterstellt, sein Abschied vom Job bei der Borussia Ende voriges Jahr, den er mit einer enormen Müdigkeit erklärte hatte, sei fingiert gewesen, um zu RB wechseln zu können. Dies stellte Mintzlaff anders da: "Ich denke, man muss einiges klarstellen."

"Das, was Max in Gladbach geleistet hat, wird dem Umgang mit ihm gerade nicht gerecht. Ich habe mich bei ihm gemeldet, wie viele andere Kollegen aus der Bundesliga auch, und hatte ihm damals nach der Pressekonferenz alles Gute gewünscht. Danach hatte ich relativ oft versucht, Kontakt zu ihm aufzunehmen, um ihm zu sagen: Hey, wenn du wieder arbeiten möchtest, komm' zu uns. Er hat am Anfang aber immer gleich zugemacht. Es gab da gar keine Chance. Er hat immer gesagt: 'Hey, das ist lieb, aber ich brauche Zeit für mich, ich habe gar keinen Bock auf Fußball. Wir können uns irgendwann mal im Sommer treffen.' Ich habe den Kontakt nie abreißen lassen und habe mich nach dem Pokalsieg nochmal gemeldet, da hat er mir gesagt: 'Ja, das ist alles interessant, aber vor dem 1. Juli 2023 mache ich nichts. Da war für mich der Moment da, wo die Tür ein Stück weit auf war. Jetzt hoffen wir natürlich, dass er früher kommt, denn so lange werden wir nicht warten."