Entfremdung in Gladbach, Vorfreude auf Rose

Rose und Eberl: Wie sie zum Wunsch-Duo bei RB Leipzig wurden

Max Eberl soll der neue Sportdirektor von RB Leipzig werden. In der Sport Bild (Mittwoch) ist nachzulesen, welche Rolle Marco Rose bei der Entscheidung spielt.

Von RBlive/msc Aktualisiert: 14.09.2022, 10:34
Marco Rose und Max Eberl saßen bereits auf der Bank bei RB Leipzig.
Marco Rose und Max Eberl saßen bereits auf der Bank bei RB Leipzig. imago/Christian Schroedter

Die Suche nach einem Nachfolger für Markus Krösche füllt in den medialen Geschichtsbüchern über RB Leipzig mittlerweile zahlreiche Kapitel. Nun zeichnet ein Bericht der Sport Bild (Mittwoch) nach, welche Rolle Oliver Mintzlaff und Marco Rose einnehmen.

Erste Gespräche schon im Frühjahr 2021

Der RB-Geschäftsführer hatte bereits angedeutet, bei Eberl mehrfach vorstellig gewesen zu sein, bis er den langjährigen Gladbacher Manager überzeugen konnte. Erste Gespräche soll es schon im Frühjahr 2021 gegeben haben, was heute für starke Irritationen auf der Gladbacher Seite sorgt. Damals zeichnete sich ab, dass Markus Krösche und Julian Nagelsmann den Verein verlassen.

Marco Rose von Arbeit unter Ralf Rangnick nicht überzeugt, Eberl nicht abgeneigt

Auch damals stand schon Marco Rose auf dem Wunschzettel bei RB. Nur ging dieser dann zum BVB. Das wohl auch, weil er in der Zeit unter Ralf Rangnick nicht die besten Erfahrungen mitgenommen hatte. Eberl war wie Rose zu dem Zeitpunkt noch im Amt, aber einer Zusammenarbeit mit den finanzstärkeren Sachsen nicht generell abgeneigt.

Nach der Trennung wurde die Beziehung enger

Kurios: Der Abgang von Marco Rose nach Dortmund hatte Eberl auch öffentlich pikiert, in einem Fanpodcast nahm er die Wendung der "gelebten Identifikation" in den Mund. Laut Sport Bild ist das Verhältnis der zwei aber keineswegs abgekühlt, sondern durch Roses Erkundigen bei Eberl in dessen gesundheitlich schwierigen Monaten eher noch gestärkt worden.

Neues Duo soll bei RB Leipzig eine Ära einleiten

Zugleich wurde die Luft zwischen Eberl und seinem Ex-Arbeitgeber, bei dem sein Arbeitsvertrag bis 2026 nur ruht, dicker. Wie bei Rose sind die Fohlen extrem enttäuscht, ihre Führungsfigur an den Konkurrenten zu verlieren. Das sorgte schließlich mit dafür, dass nun beide von der Idee begeistert sind, gemeinsam in Leipzig anzufangen, auch wenn der Sportdirektorposten wohl erst zwischen dem 1. Januar und Sommer 2023 besetzt wird. Das Duo soll dann bei RB eine neue Ära einleiten, in der sich Oliver Mintzlaff wieder auf die größeren Themen konzentrieren kann und nicht mehr so sehr auf den sportlichen Bereich.