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„am Automaten kein Geld Mehr” Als das Konto leer war: Ole Werner spricht über Armut 

Heute verdient Ole Werner bei RB Leipzig ein Millionengehalt. Doch es ist noch nicht allzu lange her, da war das Konto des 37-Jährigen leer. „Das ist ein ziemlich peinliches Gefühl”, erzählte er in einem Talk.

Von Ullrich Kroemer 16.04.2026, 11:50
Da hatte er noch mehr Haare, aber weniger Geld: Ole Werner 2015 als Trainer von Holstein Kiel II.
Da hatte er noch mehr Haare, aber weniger Geld: Ole Werner 2015 als Trainer von Holstein Kiel II. (Foto: imago/objectivo)

Leipzig/ukrOle Werner ist sicher der uneitelste und geerdetste Trainer, den RB Leipzig hatte. Diese Demut hat ihren Ursprung auch in dem besonderen Karriereweg des 37-Jährigen. Als 15-, 16-Jähriger träumte Ole Werner im Nachwuchsinternat von Hertha BSC von einer Profikarriere. Doch daraus wurde nichts, auch weil er ein Problem damit hatte, sich an Regeln zu halten. „Da ging dann die Uhr mal falsch, wenn wir 22 Uhr zu Hause sein sollten, da gabs dann relativ schnell auf den Deckel”, erzählte Werner im Talk der LVZ.

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Danach begab sich der Norddeutsche auf die Suche, was er mit seinem Leben anfangen will, jobbte auf dem Bau und als Wachdienst am Filmset, ehe er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften und Germanistik auf Lehramt begann. Eine Zeit, in der Werner desöfteren klamm war.

„An der Supermarktkasse den Einkauf nicht bezahlen”

„Ich weiß durchaus, wie das ist, wenn man am Geldautomaten kein Geld mehr bekommt oder an der Supermarktkasse den Einkauf nicht bezahlen kann, weil das mit der Karte nicht geht”, berichtete er offen. „Das ist ein ziemlich peinliches Gefühl, das habe ich alles kennengelernt, und ich bin sehr froh, dass ich mir darüber heute keine Gedanken mehr machen muss, weil ich weiß, dass es auch anders sein kann. Ich habe es bis vor sechs, sieben Jahren sehr bewusst wahrgenommen, wie es ist, wenig Geld zu haben”, erzählte er. Dieses Wissen verleihe ihm heute eine „gewisse Freiheit und Unabhängigkeit”.

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Wer noch weiß, wie sich Armut anfühlt, hat eine andere Gelassenheit im Umgang mit vergleichsweise privilegierten Themen wie einer Champions-League-Qualifikation. Existenziellen Druck habe er verspürt, als er 2019 das Zweitligateam von Holstein Kiel übernahm. „Das hat für mich totalen Druck aufgebaut, weil ich wusste, dass ist der eine Schuss, den ich habe. Diesen Druck habe ich heute nicht mehr, das sorgt dafür, dass du gewisse Entscheidungen in deinem Beruf freier triffst”, so Werner. Aktuell verdient Werner etwa 2,5 bis drei Millionen Euro pro Jahr bei Rasenballsport, was ihm die Möglichkeit gibt, seine Familie ebenso zu unterstützen wie Projekte.

„Tägliches Lernen hat mich glücklich gemacht”

Ein Wendepunkt in Werners Leben war eine Reise nach Australien, die er sich nur deswegen leisten konnte, weil er nach einem Fahrradunfall Schmerzensgeld bekam, wie er einräumte.

„Trotz dessen, dass ich nicht so viel Geld hatte, war ich sehr glücklich. Das hat etwas damit zu tun, was ich über mich selbst gelernt habe, mich in einem anderen Land zurechtzufinden als junger Mensch. Ich habe eine Selbstwirksamkeit erfahren, dass man sich selber was aufbauen kann”, so Werner. „Das tägliche Lernen hat mich glücklich und zufrieden gemacht, das habe ich heute immer noch.”

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