Atalanta-Coach Gasperini

„Es gibt nur ein akzeptables Ergebnis”

Von dpa/ukr 13.04.2022, 14:50
„Ein europäischer Titel ist immer wichtig, aber ganz schwierig für Vereine wie Atalanta zu gewinnen”: Gian Piero Gasperini vor dem Rückspiel gegen RB Leipzig.
„Ein europäischer Titel ist immer wichtig, aber ganz schwierig für Vereine wie Atalanta zu gewinnen”: Gian Piero Gasperini vor dem Rückspiel gegen RB Leipzig. (imago/Indenpendent Photo Agency)

Atalanta Bergamos Trainer Gian Piero Gasperini sieht vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Europa League gegen RB Leipzig keinen Druck auf seiner Seite. «Ein europäischer Titel ist immer wichtig, aber ganz schwierig für Vereine wie Atalanta zu gewinnen. Wir fühlen uns nicht gezwungen, die Europa League zu gewinnen. Wir haben mit unseren Voraussetzungen schon viel erreicht», sagte der 64-Jährige am Mittwoch. Nach dem 1:1 im Hinspiel sieht Gasperini für das zweite Duell am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL+) sein Team leicht im Vorteil: „Das Publikum kann uns Extra-Motivation geben.” Aus Leipzig reisen 800 Fans mit.

Sollte Bergamo in das Halbfinale einziehen, wird man sich nur noch auf den Europapokal konzentrieren, um sich mit einem Sieg für die kommende Fußball-Champions-League zu qualifizieren. «Dann hat die Europa League Priorität», sagte Gasperini. In der Serie A ist Bergamo aktuell Achter, hätte aber noch gute Chancen auf die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb.

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Entsprechend wichtig ist laut Gasperini das Weiterkommen gegen Leipzig. „Es gibt nur ein akzeptables Ergebnis. Entweder nach 90 Minuten, nach Verlängerung oder Elfmeterschießen”, sagte der Coach. Im Hinspiel habe man gesehen, dass beide Teams gute Momente hatten. Man müsse seine Chancen nutzen und den Druck des Gegners aushalten.

Gasperini hatte sich am vergangenen Wochenende nicht in die Karten schauen lassen und rotierte gleich auf mehreren Positionen. Sogar der Ersatztorhüter durfte Spielpraxis sammeln. Doch wer bei Bergamo aufläuft, falle laut Domenico Tedesco gar nicht so ins Gewicht. Sie seien alle stark, egal, wer spielen kann. Ein paar mehr Sorgen als RB haben sie in Bergamo allerdings schon. So ist der Einsatz von Kapitän Rafael Toloi und von Mittelfeld-Stratege Remo Freuler, der im Hinspiel unermüdlich ackerte, fraglich. Wer tatsächlich dabei sein kann, war am Mittwochnachmittag noch offen, weil das Training noch ausstand.