RB Leipzig

Balleroberung überm Limit: Coach von RB Leipzig bekommt Laimer und Adams zurück

Von (RBlive/mhe)
05.03.2020, 15:58
In der RB-Zange: Tyler Adams (r.) und Konrad Laimer bearbeiten Bayerns Davies
In der RB-Zange: Tyler Adams (r.) und Konrad Laimer bearbeiten Bayerns Davies Imago/Picture Point LE

Timo Werner fällt vielleicht aus: blöd. Dafür aber konnte Julian Nagelsmann „gute Botschaften“ vor der Partie beim VfL Wolfsburg am Samstag vermelden, was ihm sichtlich Freude bereitete. „Tyler Adams trainiert wieder voll mit!“ Und Konrad Laimer hat seine Gelbsperre gegen Bayer Leverkusen verbüßt. Er ist ebenfalls einsatzfähig.

Verve auf dem Feld

Der Trainer von RB Leipzig bekommt also zwei Spieler zur Verwendung zurück, die gegen Bayer vorigen Samstag dringend gefehlt haben. Keine Edeltechniker, keine Wunderstrategen, sondern Mentalitätsspieler, die dem Team Intensität und Verve geben, wenn sie auf dem Feld stehen.

Müde wirkte hingegen der Auftritt der Nagelsmann-Elf gegen Leverkusen. Gegen Wolfsburg bedarf es deshalb einer Rückkehr zur Aggressivität der Vorwochen, um nicht noch mehr Punkte abzuschenken im Kampf um die Meisterschaft. Schließlich war RB gegen die Werkself nicht bedeutend schlechter, aber bedeutend schlapper.

„Ich bin der Letzte, der jammert, wenn ein Spieler mal fehlt“, sagte Nagelsmann im Rückblick, „das muss man auch mal kompensieren können. Trotzdem tut es gut, dass Konni zur Verfügung steht.“ Seine Bedeutung bestünde nämlich darin: „Wenn Konni sprintet, müssen alle anderen auch sprinten, damit die Räume nicht zu groß werden. Demzufolge ist er auch ein Taktgeber, weil er großes Tempo hat sowie große Gier beim Nachverteidigen und damit viele mitzieht“ Ergo hätte „uns gegen Leverkusen seine Emotion im Pressing oder in Balleroberungssituationen auch mal ein Zeichen zu setzen, sehr gutgetan. In solchen Partien ist es immer ratsam, einen Balleroberer auf dem Platz zu haben.“

Das Ständig-in-Bewegung-Syndrom

Also auch gegen Wolfsburg, die ein ähnliches System wie das RB der Vorjahre spielt, „mit vielen intensiven Läufen“, wie Nagelsmann erklärte. Folglich „wird er uns gegen Wolfsburg guttun, weil Konni viele zweite Bälle einsammeln wird. Dass Laimer spielt, ist demnach so gut wie sicher, auch wenn die Schulter noch schmerzt, die er sich im Spiel gegen Tottenham Hotspur in der Champions League angeschlagen hat. „Er ist noch nicht ganz schmerzbefreit“, so der Trainer. „Hoffen wir, dass er bis Samstag 100 Prozent da ist.“

Ob das auch für Tyler Adams gilt, bleibt abzuwarten. Nagelsmann sagte, der US-Amerikaner sei ein Kandidat für die Startelf. Aus denselben Gründen, die auch für Laimer sprechen. „Er ist spielfit, die Verletzung war Gott sei Dank nicht so lang“, sagte Nagelsmann, der Adams als einen „sowieso extrem fitten Spieler mit guten athletischen Werten“ bezeichnete. „Dazu hat er positiv ausgedrückt das Syndrom, sich ständig bewegen zu müssen. Er ist einer, der gern mal drüber geht und wenn er müde ist, trotzdem marschiert.“ Deshalb, so Nagelsmann, sei Tyler Adams „ein Kandidat für die Startelf“.