Mintzlaff Verrät vor Pokalfinale

„Bereicherung für die Bundesliga”: Neuer RB-Sportdirektor kommt aus dem Ausland

20.05.2022, 15:20
„Wir sind jetzt titelreif, gehen mit einem guten Momentum in das Spiel”: RB Leipzigs Chef Oliver Mintzlaff.
„Wir sind jetzt titelreif, gehen mit einem guten Momentum in das Spiel”: RB Leipzigs Chef Oliver Mintzlaff. (imago/motivio)

RB Leipzigs Klubboss Oliver Mintzlaff hat sich am Freitagmittag bei Bild-TV über die Titelchancen im Pokalfinale, Kritik an Klub und Fans und den Meisterschaftskampf in der kommenden Bundesliga-Saison geäußert. Dabei bekräftigte er auch, dass Christopher Nkunku in Leipzig bleiben wird und verriet neue Details über den Sportdirektor bei RB Leipzig, der zur neuen Saison beginnen soll.

Titelchancen im DFB-Pokal: „Wir sind jetzt titelreif, gehen mit einem guten Momentum in das Spiel. In der Hinrunde sind wir ja in alle Einzelteile zerlegt worden: Substanzverlust auf allen Ebenen, keinen Plan, keine Philosophie, hieß es. Am Ende haben wir es geschafft, die beste Rückrundenmannschaft zu sein und uns für die Champions League zu qualifizieren. Und: Das verlorene Halbfinale in Glasgow hat uns sehr weh getan. Das ist ein Gegner, den du im Halbfinale schlagen musst. Da will die Mannschaft was gutmachen.”

Mintzlaff über den Schal-Zoff: „Auf den Pokal passt auch nur ein Logo”

Schal-Zoff mit Freiburg: „Wir haben für uns festgestellt: Auf den Pokal passt auch nur ein Logo. Von daher ist das für uns völlig in Ordnung.”

Kritik und Fans: „Dass wir anders sind, unterstreiche ich, und darüber bin ich froh. Das gehört zu unserer DNA. Aber viele Klischees, die jetzt wieder herausgeholt werden, bedienen wir gar nicht. Natürlich haben wir nicht das Fanaufkommen wie Eintracht Frankfurt. Dem Vergleich können wir allein aufgrund der Kürze unseres Daseins nicht gerecht werden. Damit müssen wir uns abfinden, aber das beschäftigt uns nicht permanent. Wir haben ein fantastisches Publikum, ein anderes, extremst familienfreundliches Publikum. Wenn man sich die Statistik von Straftaten und Übergriffen ansieht, sind wir mit einem friedlichen und freundlichen Publikum Schlusslicht beziehungsweise ganz vorn – je nachdem, wie man das sieht. Und in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind wir die ganz klare Nummer eins. Das zählt für uns. Wir werden nicht 200.000 Fans dabei haben, wenn wir den Pokal gewinnen sollten, aber wir erwarten für diesen Fall ein extrem großes Fanfest.”

Vertragsverlängerung von Nkunku naht: „Ich weiß, dass er in der kommenden Saison bei uns spielen wird”

Verbleib von Christopher Nkunku: „Wir sind in guten Gesprächen, den Vertrag zu verlängern. Ich weiß, dass er in der kommenden Saison bei uns spielen wird.”

Angriff auf den FC Bayern: „Bevor wir die erste Pressekonferenz mit Jesse Marsch hatten, sagte er als positiv denkender Amerikaner zu mir: ,Okay, Oliver, ich werde jetzt sagen, dass wir Deutscher Meister werden wollen.’ Ich habe ihm geantwortet: Jesse, besser sagen wir das nicht, besser machen wir es. Als wir ihn entlassen haben, standen wir mit einem Punkteschnitt von 1,2 auf Platz elf. Damit wird man nicht Deutscher Meister. Wir müssen für uns eine realistische Zielsetzung definieren. Es wäre überheblich und arrogant und unrealistisch, wenn wir uns jetzt hinstellen würden und sagen: Wir wollen Deutscher Meister werden. Du musst mindestens 30 Spieltage dominieren, das haben wir bisher noch nicht geschafft.”

Sportdirektor (auf die Frage, ob es Max Eberl wird): „Nee, das kann ich ausschließen. Ich kann Ihnen sagen, dass er aus dem Ausland kommt und eine Bereicherung für die Bundesliga.”

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