Bleibt Diomande doch? „Kein Staatsgeheimnis”: Schäfer deutet „verschiedenste Szenarien” an
Sportchef Marcel Schäfer hat sich erstmals ausführlich über die Abwanderungsgedanken von Yan Diomande geäußert. Dabei deutete er auch an, dass der Ivorer dennoch ein weiteres Jahr bei RB bleiben könne.

Saalfelden – Marcel Schäfer hat sich am Montagnachmittag nach der ersten Einheit des Tages im Trainingslager in Saalfelden ausführlich zur derzeit spannendsten Personalie bei RB Leipzig geäußert: Yan Diomande. Der Ivorer ist derzeit krank, daran zweifelt auch Schäfer nicht. „Wir schicken ihm nicht jeden Vormittag und Nachmittag einen Arzt. Wenn es ihm wieder besser geht, hat er hier anzureisen”, sagte der Geschäftsführer.
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Zuletzt hatte Schäfer immer betont, dass Diomande nicht verkäuflich sei. Nun erklärte er, warum der 19-Jährige dennoch vor dem Absprung steht. Es sei „kein Staatsgeheimnis mehr, dass mehrere Topklubs ihr Interesse hinterlegt haben und der Spieler sich auch damit beschäftigt.” Das sei nichts Verwerfliches. Diomande habe alles dafür getan, dass RB seine Ziele erreicht habe.
„Szenarien, bei denen er weiter unser Trikot tragen kann”
„Die klare Intention war, Yan Diomande zu behalten. Aber wenn ein Spieler sich damit beschäftigt, gebietet es der Respekt, sich damit auseinanderzusetzen und Gespräche mit ihm und seiner Berateragentur zu führen. Das tun wir auch”, so Schäfer.
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Doch spannend war der Satz, den er in der Mittagshitze in Saalfelden hinterherschob. „Es gibt verschiedenste Szenarien, bei denen er weiter unser Trikot tragen kann”, betonte er.
Agenturenstreit: Schäfer sieht kein Transferhindernis
Heißt: RB versucht weiter, Diomande noch eine Saison in Leipzig zu halten – sei es durch eine direkte Leihe zurück oder einen Vorvertrag, der dann erst ab nächstem Sommer gilt. Doch noch sei noch nichts konkret.
Zuletzt gab es Berichte, laut denen der juristische Streit zwischen Diomandes alter Berateragentur Maxidel Management und seiner neuen Roc Nation den Transfer bremse. Dem widersprach Schäfer. „Wichtig ist, was der Spieler sagt und wer für den Spieler der Ansprechpartner ist, mit dem ich mich austauschen soll”, stellte er klar. „Das betrifft uns aber im Moment nicht.” Dass ein möglicher Transfer deswegen nicht funktioniere, sei aus seiner Perspektive „falsch”. Derzeit gilt Real Madrid als Topinteressent, RB will mit Diomande 120 Millionen Euro erlösen.