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Blütenweiße Weste und Heimsieg-rekord  Elfmeterkiller Vandevoordt gibt RB Energie

RB Leipzigs Torhüter Maarten Vandevoordt spielt sich mit der zweiten spektakulären Leistung binnen vier Tagen erneut in den Mittelpunkt. Sein gehaltener Elfmeter war ein Knackpunkt für den knappen Sieg gegen PSV Eindhoven. 

Von Ullrich Kroemer 14.10.2026, 11:04
Ball anvisiert, Fuß raus: Maarten Vandevoordt gegen Ivan Perisic.
Ball anvisiert, Fuß raus: Maarten Vandevoordt gegen Ivan Perisic. (Foto: imago/Jan Huebner)

Leipzig – Als sich Eindhovens Routinier Ivan Perisic den Ball auf den Punkt legte, tobte vor ihm der RB-Fanblock. Gellende Pfiffe hallten dem 37-jährigen Alt-Internationalen entgegen. Das hatte auch mit der strittigen Entscheidung von Schiedsrichter Nicolas Walsh zu tun. Ridle Baku war in der Luft von Gegenspieler Ruben van Bommel gestoßen worden und hatte den herunterfallenden Ball unkoordiniert mit dem Arm touchiert. Der schottische Unparteiische entschied nach Ansicht der Bilder dennoch auf Strafstoß. „Ich war schockiert, dass es den Elfmeter gab. Ich wusste erst gar nicht, worum es geht – mein Gegenspieler auch nicht”, sagte Baku später.

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Doch RB hat schließlich Elfmeterkiller Maarten Vandevoordt zwischen den Pfosten. Der 24-jährige hat in seiner noch jungen Profikarriere bereits acht Elfmeter gehalten, ein Topwert. Zum Vergleich: Der Ex-Leipziger Peter Gulacsi hat in seiner gesamten, langen Laufbahn elf Strafstöße gehalten – lediglich drei mehr als der zwölf Jahre jüngere Vandevoordt, der noch einige Penaltys in seiner Karriere für sich entscheiden wird.

Trainer Demichelis über die Parade: „Das war geil”

Der Belgier wusste nach der Partie selbst nicht so recht, wie er den Ball gehalten hat. Doch als der erfahrene Perisici halbhoch in die Mitte schoss, riss Vandevoordt gedankenschnell den Fuß hoch und parierte. Das Stadion war so laut, wie lange nicht mehr. „Das war geil. Das hat uns Energie gegeben”, kommentierte Trainer Martin Demichelis. „In so einer Partie brauchst du einen starken Torwart. Maarten Vandevoordt war überragend. Der Torwart von PSV aber auch.” Und Baku atmete auf: „Zum Glück haben wir aber einen starken Torwart hinten drin. Wir sind froh, dass wir Maarten haben.”

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Nicht nur beim Elfmeter, auch sonst hielt Vandevoordt etwa gegen Sven Mijnans (8.) und Sergino Dest (57.) überragend und machte beim hart erkämpften 1:0-Erfolg gegen starke Gäste den Unterschied. Nach neun Paraden gegen Frankfurt zeigte er nun fünf gegen Eindhoven und ist in dieser Phase einer der Sieggaranten für RB Leipzig. Besonders freute sich Vandevoordt darüber die „Weiße Weste” gehalten zu haben. Noch kein einziges Gegentor hat Rasenballsport in dieser Saison bekommen und nun saisonübergreifend neun Heimspiele nicht verloren – Vereinsrekord eingestellt.

Vandevoordt: „Gute Energie in der Kabine”

„Wir hatten ein wirklich gutes Gefühl, haben viel Selbstvertrauen gerade. Die Energie ist wirklich gut, auch in der Kabine, daran müssen wir weiterarbeiten und nicht aufhören”, sagte Vandevoordt. Nun wollen die Leipziger auch auswärts besser verteidigen und weniger Tor fangen. „Wir haben keine Angst, wir sind RB Leipzig”, sagte Vandevoordt mit Blick auf die Auswärtsaufgaben beim FC Bayern und Real Madrid. Das Gastspiel im Bernabèu sei „für jeden bisschen speziell, ein tolles Stadion, ein echt starkes Team – das ist ein Traum. Wir freuen uns darauf.”