An den Füßen statt im Schrank Königsklassen-Torpremiere in Messis Schuhen
Brajan Gruda hatte einen schweren Start ins Spiel, biss sich durch und entschied am Ende die Partie zwischen RB und PSV Eindhoven. Und das mit einem ganz besonderen Schuhmodell am Fuß.

Leipzig – RB Leipzig rannte in der zweiten Hälfte immer verzweifelter an, doch bei jedem Schussversuch oder dem letzten Pass hatte ein Eindhovener Spieler einen Fuß dazwischen oder der starke PSV-Keeper Matej Kovar hielt die Versuche der Leipziger. Bis Brajan Gruda der Ball nach einer Ecke vor die Füße fiel und der Mann des Abends einfach mit Links abzog und der Ball leicht abgefälscht im Tor zum 1:0-Endstand zwischen RB und PSV einschlug (75.).
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„Das war ein gutes Gefühl”, sagte Gruda nach seinem ersten Champions-League-Treffer strahlend. „Schon wenn man da steht und die Musik läuft – davon träumt jeder Spieler.”
Demichelis flüstert Gruda bei der Auswechslung
Dass er nach seiner „komischen” Bauchmuskelverletzung, wie er selbst sagte, direkt von null auf hundert von der Bank in die Startelf rotierte, sei bereits ein „geiles Gefühl” gewesen. Dass er dann auch noch zum Man of the Match gekürt wurde und den Unterschied in einem umkämpften Match machte, freute Gruda umso mehr.
Trainer Martin Demichelis nahm den gelernten Straßenfußballer direkt nach dem Treffer vom Feld – aus Gründen der Belastungssteuerung. Gruda bekam das im Tortrubel zunächst gar nicht mit, musste vom Schiedsrichter darauf hingewiesen werden. Demichelis umarmte den Rechtsaußen und sagte ihm: „Endlich bist du wieder zurück.”
Messis Schuhe an den Füßen statt im Schrank
Er hätte auch gegen Frankfurt von Beginn an spielen können, doch Demichelis übte sich in Geduld und sparte den Einsatz des Ausnahmespielers für die Champions League auf. Grudas Qualitäten als Fußballer sind bekannt, doch Demichelis schätzt auch den Typen Gruda als „lustigen und schlauen Charakter”.
Übrigens: Extra beflügelt war Gruda, weil er zu den zehn Spielern gehört, die von Lionel Messi auserkoren wurden, die Schuhe des besten Fußballers der vergangenen 20 Jahre zu tragen. Erst kürztlich erhielt er das Modell „F50 Messi El Último Tango“, das es weltweit nur 208 mal gibt, wovon Messi ein Paar zu seinem Abschiedsspiel für Argentinien trug. „Ich habe mir erhofft, dass ich bisschen Energie bekomme”, sagte Gruda lachend. „Die Schuhe sind einfach ein Traum, Messi hat meine ganze Kindheit geprägt. Ich stelle sie mir nicht etwa in den Schrank, sondern ziehe sie selber an. Ich habe einfach Spaß mit den Schuhen”, sagte der 22-Jährige.
Klopp zu Demichelis: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben”
Nach einem zerfahrenen Saisonstart mit zwei Verletzungen will der Dribbler nun richtig in Tritt kommen – auch bei der Nationalmannschaft. Die Teilnahme beim DFB-Team hatte er nach der Bauchmuskelverletzung absagen müssen. Doch Bundestrainer Jürgen Klopp sagte ihm: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wenn ich Leistung bringe, kommt die Chance nochmal”, sagte der Mann des Abends.