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CL-Viertelfinals komplett: Unglücklicher Diego Demme scheitert an Barcelona, Werners Chelsea am FC Bayern

Von (RBlive/dpa/ukr) 09.08.2020, 10:48
Foul oder nicht? Diego Demme gegen Clement Lenglet.
Foul oder nicht? Diego Demme gegen Clement Lenglet. imago/Agencia EFE

Auch dank eines Geniestreichs seines starken Superstars Lionel Messi ist der FC Barcelona in das Viertelfinale der Champions League eingezogen und trifft nun auf den FC Bayern. Die Katalanen mit Torwart Marc-André ter Stegen bezwangen im Achtelfinal-Rückspiel am Samstag den SSC Neapel mit 3:1 (3:1).

Nach dem 1:1 im ersten Duell reichte es damit zum 13. Einzug von Barcelona unter die besten acht Teams der Königsklasse in Serie. Beim Endrundenturnier der Champions League in Lissabon kommt es nun am 14. August zum Aufeinandertreffen mit den Münchnern. Beim jüngsten Duell setzten sich Messi & Co. 2015 im Halbfinale gegen die Bayern durch und gewannen anschließend gegen Juventus Turin ihren bislang letzten Champions-League-Titel.

Clement Lenglet (10. Minute), Messi nach einem tollen Solo (23.) und Luis Suarez (45.+1) trafen für das Team von Trainer Quique Setién. Das Tor von Lorenzo Insigne (45.+5) war zu wenig für Neapel, bei denen Diego Demme in der Startelf stand.

Demme beim 1:0 im Mittelpunkt

Bei der ersten brisanten Szene war der frühere Leipziger direkt im Mittelpunkt. Lenglet setzte sich nach einer Ecke robust gegen Demme durch und traf per Kopf - Neapel forderte vergeblich einen Foulpfiff. Anschließend spielte Messi groß auf: Der 33 Jahre alte Argentinier dribbelte durch mehrere Gegenspieler und zirkelte den Ball im Fallen noch ins lange Eck zum 2:0. Sein vermeintliches zweites Tor zählte wegen Handspiels nicht. Vor dem dritten Barça-Treffer durch Suarez wurde Messi von Kalidou Koulibaly im Strafraum von den Beinen geholt. Demme wurde zur Halbzeit ausgewechselt.

Der deutsche Nationalkeeper ter Stegen zeigte einen souveränen Auftritt und war nur beim Elfmeter von Insigne machtlos. In der Schlussphase stand Barcelona, das sich nach der Corona-Pause in der spanischen Meisterschaft Real Madrid geschlagen geben musste, mächtig unter Druck. Doch die Katalanen brachten den Vorsprung über die Zeit - und dürfen im Gegensatz zum ausgeschiedenen madrilenischen Erzrivalen auf den Königsklassen-Triumph hoffen.

Thomas Müller: „Serien auch mal in die Tonne kloppen”

Ebenso wie die Bayern. Thomas Müller schürte nach dem geglückten Champions-League-Neustart die Vorfreude auf Messi und den FC Barcelona. „Wir fiebern dem Spiel natürlich entgegen”, sagte der Vize-Kapitän nach dem Viertelfinal-Einzug durch das überzeugende 4:1 (2:1) gegen den FC Chelsea. „Jetzt heißt es: Volle Kraft voraus!” Das Ticket für das Finalturnier vom 12. bis 23. August in Lissabon war nach dem 3:0 im Hinspiel nur noch Formsache, nach Meisterschaft und Pokal ist das Triple für die Münchner um den herausragenden Robert Lewandowski nur drei Siege entfernt.

Gleich nach dem Schlusspfiff stand in der leeren Allianz Arena das Regenerationsprogramm für das Ensemble um den an allen vier Bayern-Toren beteiligten Lewandowski an. Der zufriedene Trainer Hansi Flick wollte seinen Stars Zeit für ein Familienfrühstück am Sonntag schenken, bevor es am Nachmittag für den Tross des deutschen Fußball-Rekordmeister nach Portugal geht. Im rund 300 Kilometer von Lissabon entfernten Lagos bereitet sich sein Team auf Messi & Co. vor.

„Wir stürmen aktuell von Rekord zu Rekord”, sagte Müller, warnte jedoch im gleichen Atemzug: „Aber in einem Spiel auf diesem Niveau, auch wenn Barça zuletzt Probleme hatte, da kann alles passieren. Da kannst du die Serien auch mal in die Tonne kloppen, wenn du nicht da ran kommst, wo du rankommen musst.”

Lewandowski-Show gegen Chelsea

Fast ein halbes Jahr nach dem 3:0 im Hinspiel stimmte sich der deutsche Doublesieger bei seinem zweiten Neustart der Corona-Saison mit einem Doppelpack von Lewandowski (10. Minute/Foulelfmeter/84.) sowie von Ivan Perisic (24.) und Corentin Tolisso (76.), jeweils vorbereitet von Lewandowski, bestens auf das große Barcelona-Duell ein.

„Wir wussten, dass wir direkt in unseren Rhythmus finden müssen und das haben wir richtig gut gemacht”, sagte Lewandowski nach seinen Wettbewerbstreffern 12 und 13. „Barcelona ist immer gefährlich. Wir müssen unsere Qualität zeigen.”