Die Reaktionen nach dem Halbfinal-Aus

„Da ist jetzt nur Leere”

Von hen/ukr Aktualisiert: 06.05.2022, 11:27
Tränen bei den Routiniers: Peter Gulacsi und Kevin Kampl werden nicht mehr viele Chancen bekommen, in ein Europapokal-Finale einzuziehen.
Tränen bei den Routiniers: Peter Gulacsi und Kevin Kampl werden nicht mehr viele Chancen bekommen, in ein Europapokal-Finale einzuziehen. (imago/Picture Point LE)

Die ersten Reaktionen nach dem bitteren Aus von RB Leipzig bei den Glasgow Rangers (1:3) in der Europa League:

Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): „Wir sind extrem enttäuscht, haben die Tore zu leicht zugelassen. Die Art und Weise war Wahnsinn. Das 1:0 kommt aus dem Nichts, das war der erste Torschuss der Rangers. Auch das dritte Tor ist viel zu einfach. Da waren wir am Drücker, hatten einen guten Glauben, waren gut im Spiel nach dem 2:1. So ein drittes Tor zu kriegen, tut weh. Die Atmosphäre war die beste, die ich je in einem Stadion erlebt habe. Das war Wahnsinn. Das hat heute dazu beigetragen. Aber das kann nur eine Entschuldigung für die ersten zehn, 15 Minuten sein. Danach waren wir im Spiel und hatten die Atmosphäre schon intus. Aber immer dann, wenn wir versucht haben, das Pressing zu überspielen, hat uns die Körperlichkeit komplett gefehlt, wir haben es kaum geschafft, Bälle festzumachen.”

Giovanni van Bronckhorst (Trainer Rangers): „Es war ein großer Abend, riesig. Die Atmosphäre heute war unglaublich, das hat uns sehr geholfen. Wir bekamen den Start, den wir wollten. Wir wollten 35 Minuten full speed spielen und in Führung gehen. Das ist uns gelungen. Nach dem 1:2 war es kritisch, weil RB mit viel Technik und Klasse auf uns zukam. Aber wir haben uns den Sieg verdient. Ich bin sehr stolz auf das Team und unsere Fans.”

Oliver Mintzlaff: „Das war zu wenig”

Benjamin Henrichs (Rechtsverteidiger RB Leipzig): „Wir kassieren die Gegentore zu einfach. Keines dürfen wir so einfach kriegen. So fliegen wir raus. Wir hatten es selbst in der Hand, haben es aber nicht genutzt. Es lag an uns, nicht an der mentalen Schwäche oder Physis. Wir müssen uns auch selbst ehrlich hinterfragen, warum wir die Tore nicht machen.”

Konrad Laimer (Achter RB Leipzig): „Da war kein Gegentor dabei, dass so grandios herausgespielt worden wäre, dass wir es nicht hätten verhindern können. Offensiv waren genug Chancen dabei, mehr Tore zu machen. Nach dem 1:2 hatten wir das Spiel trotzdem unter Kontrolle und kriegen dann ein Tor, das aus einem 40-Meter-Freistoß aus dem Nirgendwo entsteht, mit einer Flanke ins Nirgendwo, einem Rebound ins Nirgendwo und wieder einer Flanke ins Nirgendwo. Das ist dann zu wenig, wenn du solche Tore kriegst. Glückwunsch an Glasgow.”

Oliver Mintzlaff (Klubchef RB Leipzig): „Das war zu wenig. Für ein Halbfinale hat das nicht ausgereicht. Da haben wir uns mehr erwartet, wenn du das nicht auf den Rasen bringst, kannst du kein Halbfinale gewinnen. Wir waren schon die letzten beiden Bundesligaspiele in einem Negativtrend und konnten nicht die Performance wie zuvor abliefern. Das ist heute eine Riesenenttäuschung. Da ist jetzt einfach nur Leere. Ich möchte Eintracht Frankfurt gratulieren, es ist schön, dass es eine deutsche Mannschaft ins Finale geschafft hat.”