1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Dani Olmo: Ex-RB-Star gibt seit Jahren zwei Prozent seines Gehalts an Vukovar

Bislang unbekannt Ex-RB-Star Olmo spendet regelmäßig große Summe an kroatische Stadt

Dani Olmo hat Kroatien nie losgelassen. Der frühere RB-Star unterstützt seit Jahren die Stadt Vukovar mit einem Teil seines Gehalts und plant offenbar sogar, seine Karriere in Zagreb zu beenden.

02.10.2026, 13:26
Ex-RB-Star und Weltmeister mit Spanien Dani Olmo spendet regelmäßig Geld für kroatische Stadt.
Ex-RB-Star und Weltmeister mit Spanien Dani Olmo spendet regelmäßig Geld für kroatische Stadt. Foto: Imago/NurPhoto

Leipzig/hen – Dani Olmi ist Katalane, und als er 2024 von RB Leipzig zu seinem Ausbildungs- und Herzensklub FC Barcelona wechselte, war anzunehmen, dass der aktuell spanische Welt- und Europameister nach Hause gekommen ist. Zwei Meisterschaften hat er seitdem mit Barça gewonnen und gehört zum Stammpersonal seines deutschen Trainers Hansi Flick.

Olmo: Karriere in Zagreb beenden

Was bislang kaum bekannt war: Dass Olmo noch eine zweite Heimat in sein Herz verankert hat. Kroatien, das Land, in dem er bei Dinamo Zagreb mit 16 Jahren seine Profi-Karriere in Gang setzte und wo er am liebsten seine Karriere beenden möchte und später seine Trainerkarriere starten möchte.

Weiterlesen: Olmos Hommage an Leipzig

Das jedenfalls sagte sein Berater Andy Bara im kroatischen Podcast „Inkubator“. Olmo sei "sehr mit Zagreb und Kroatien verbunden“, berichtet der Kroate, und dass sein Klient seit seiner Zeit bei RB Leipzig (2020 bis 2024) zwei Prozent seines Bruttogehalts an die kroatische Stadt Vukovar spendet. Angesichts seines Gehalts, zu RB-Zeiten um die sieben Millionen Euro, eine beträchtliche Summe.

Warum Vukovar?

Warum gerade Vukovar? Olmo spielte eines seiner ersten Profispiele in der vom Bürgerkrieg Anfang der Neunziger Jahre besonders gezeichneten Stadt im Osten des Landes. Später sagte er, man könne angesichts dieser Geschichte „nicht gleichgültig bleiben“. 

Dass ausgerechnet Kroatien für den in Terrassa bei Barcelona geborenen Spanier eine solche Bedeutung bekommen würde, war 2014 kaum abzusehen. Mit 16 verließ Olmo die berühmte Barça-Akademie La Masia und wechselte zu Dinamo. Zunächst lebte er im Klubinternat, wenig später zog seine Mutter zu ihm nach Zagreb. Olmo lernte Kroatisch, schaffte den Sprung zu den Profis und entwickelte sich bei Dinamo zum Nationalspieler. „Es war eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens“, sagte er später über den Wechsel.

Olmos Bruder spielte ebenfalls für Dinamo

Kroatien aber erwies sich als Heimat für den damals minderjährigen Spanier. Inzwischen besitzt er auch die kroatische Staatsbürgerschaft und spricht die Sprache fließend. Selbst nach seinem Wechsel zu RB Leipzig im Januar 2020 kehrte er immer wieder zurück. Noch während seiner Leipziger Zeit sagte er 2024 auf die Frage nach seinen Urlaubsplänen: „Sicher werde ich ein paar Tage nach Kroatien fahren.“

Auch sein älterer Bruder Carlos verbrachte übrigens einen großen Teil seiner Fußballkarriere dort. Er spielte unter anderem für Hrvatski Dragovoljac und Dinamo Zagreb II und bezeichnete Kroatien einmal als „zweite Heimat“ der Brüder. Inzwischen ist der 30-Jährige zurück in Terrassa und spielt für den CP San Cristóbal in der fünften spanischen Liga.