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  5. Der Rohdiamant funkelt: RB-Entdeckungen gegen Heidenheim

Entdeckungen gegen Heidenheim Der Rohdiamant funkelt

Gleich diverse Akteure spielten sich bei RB Leipzigs Heimauftakt in den Blickpunkt und zeigten in der zweiten Hälfte, was in Leipzig entstehen kann.

Von Ullrich Kroemer 31.08.2025, 09:56
Gegenspieler Adrian Beck hatte seine liebe Not: Yan Diomande spielte Heidenheim schwindlig.
Gegenspieler Adrian Beck hatte seine liebe Not: Yan Diomande spielte Heidenheim schwindlig. (Foto: imago/contrast)

Leipzig – Nach mühsamer erster Hälfte samt konteranfälligem Defensivspiel glänzte RB Leipzig beim 2:0 gegen Heidenheim in den zweiten 45 Minuten mit schnellem, direktem und gut einstudiertem Kombinationsspiel über die Flügel. Der Matchplan von Trainer Ole Werner ging voll auf. Man konnte dem Team regelrecht dabei zusehen, wie da auf dem Platz etwas zusammenwuchs. Einige Spieler stachen besonders heraus, auch jenseits von Matchwinner Christoph Baumgartner.

Lesen Sie hier: „Elf Jungs, die füreinander spielen” – Die Reaktionen nach dem 2:0 gegen Heidenheim

Mut, Spielfreude, Dribbelstärke

Yan Diomande: Der ivorische Rohdiamant kam erst in der 67. Minute, hinterließ mit seinen Tiefenläufen und Dribblings nachhaltigen Eindruck. Der 18-Jährige, der von CD Leganés kam, spielte mutig, brachte viel mehr Spielfreude und Gefahr mit als Johan Bakayoko und harmonierte auf der rechten Seite erstaunlich gut mit Ridle Baku. Hätte sogar selbst nach toller Kombination noch treffen müssen.

Ridle Baku: Der Ex-Wolfsburger hat ein feines Füßchen, zeigt es nur zu selten. In der ersten Hälfte war er bei den Heidenheimer Vorstößen in der Abwehr überfordert, steigerte sich aber in der zweiten Hälfte enorm, hatte defensiv nichts mehr zu befürchten und konnte sich wie ein Außenstürmer nach vorn einschalten. Baku und Diomande wirbelten auf der rechten Seite und spielten die Heidenheimer schwindelig. Eines seiner besten Spiele im RB-Dress, bereitete das 2:0 von Romulo vor.

Solides Startelf-Debüt im Mittelfeld

Ezechiel Banzuzi: Der Niederländer durfte erstmals von Beginn an auf der Achter-Position ran und erledigte den Job als Übergangsspieler im Mittelfeld ziemlich gut. Der 20-Jährige spielte seriös und ohne große Aussetzer, gab dem Spiel zusammen mit Sechser Xaver Schlager Takt. Noch ist das Pressingnetz nicht immer so dicht, wie es sein sollte. Doch Banzuzi hat Perspektive auf der Position. „Wir wollten heute mehr Physis und Größe auf dem Platz haben”, erklärte Trainer Ole Werner. „Es ist wichtig, dass man sich im Laufe des Spiels steigern kann und das hat er getan.”

Peter Gulacsi: Auf den Schlussmann ist auch mit 35 Jahren Verlass. Gulacsi parierte in der Anfangsphase zwei Großchancen der Heidenheimer bravourös und war auch bei der einzigen Gelegenheit in der zweiten Hälfte wach und auf dem Posten. Auch wenn es für Maarten Vandevoordt bitter ist, doch Gulacsi ist aufgrund seiner Stabilität in seinen Leistungen die verdiente Nummer eins und bewies das einmal mehr gegen Heidenheim.