RB Leipzig

„Die armen Kerle auch mal in Ruhe lassen”: Nagelsmann nimmt RB Leipzigs Sturmduo Sörloth und Poulsen in Schutz

Von Ullrich Kroemer 07.02.2021, 08:10
Scheiterte gegen Schalke frei vor Keeper Fährmann: Alexander Sörloth.
Scheiterte gegen Schalke frei vor Keeper Fährmann: Alexander Sörloth. imago/Poolfoto

RB Leipzigs Abwehrspieler leisteten beim 3:0 auf Schalke ganze Arbeit. Hinten ließen sie nichts anbrennen und vorn schossen Nordi Mukiele (45.+3) und Willi Orban (86.) die Tore per Kopf nach Standards. Bereits 14 der 35 Treffer in der Liga haben die Defensivspezialisten erzielt. Und bereits 14 Standardtreffer (inklusive Elfmeter) feierte RBL in dieser Saison. Ein überdurchschnittlicher Wert.

Doch die Tore der kopfballstarken Abwehrhünen sowie des flinken Angeliño sind auch dringend notwendig, da die Stürmer in der Liga kaum treffen. Gegen Schalke hatte Alexander Sörloth eine Topchance, als er allein vor dem Tor an Schalkes Keeper Ralf Fährmann scheiterte (47.). Einen weiteren Schuss verzog der Norweger in Richtung Seitenaus (66.).

Lediglich sechs Treffer – vier von Poulsen, je einer von Kluivert und Sörloth, keiner von Hwang – mehr Tore konnten die Angreifer in der Saison nach Timo Werner noch nicht beisteuern. Das liegt bei Hwang und Kluivert auch an den häufigen Verletzungen und der wenigen Trainingszeit, um sie zu integrieren. Bei Poulsen und Sörloth auch an ihrer Rolle als Ballbehaupter mit dem Rücken zum Tor, die eher Bälle kontrollieren und ablegen sollen, als selbst zu treffen. Aber natürlich auch an fehlender Form und zu wenig Vertrauen bei dem skandinavischen Duett.

Nagelsmann über Sörloth und Poulsen: „Wenn wir 500 mal über sie sprechen, wird es auch nicht besser”

Trainer Julian Nagelsmann nahm seine beiden Turmstürmer in Schutz. „Wir diskutieren zu viel über die beiden. Das ist ein Teamsport, da gehören alle dazu. Alex und Yussi haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir gewonnen haben”, stellte der Fußballlehrer klar. „Sie sind Teil des großen Ganzen. Aber man soll die armen Kerle mal in Ruhe lassen, dann werden sie auch wieder treffen. Aber wenn wir 500 mal über sie sprechen, wird es auch nicht besser.”

Sörloth attestierte der 33-Jährige, gegen Schalke nicht „seinen besten Tag” erwischt zu haben. Mit Poulsen war er hinsichtlich seines Einsatzes zufrieden. „Er hat viele Bälle gut gehalten, auch defensiv. Das hat er gut gemacht – besser als gegen Leverkusen.”

Natürlich weiß auch der Fußballlehrer, dass ein Team, das Titel holen will, mindestens einen Knipser braucht. „Wir hätten gern ein paar Spieler mehr unter den Top fünf der Torschützen. Wenn mal eine Phase kommt, in der es nicht so gut läuft, kann ein Stürmer, der aus dem Nichts ein Tor macht, wertvoll sein”, räumte der Coach ein. „Aber wir haben eine große Verteilung, sind sehr variabel – auch das ist wertvoll. Aktuell fangen wir das ganz gut auf.”

></div><div class=