RB Leipzig

Diego Demme: Neue Standardideen für das Spiel gegen den HSV

25.01.2018, 11:21
Diego Demme
Diego Demme imago/Christian Schroedter

In den letzten fünf Bundesligaspielen hat RB Leipzig sieben von neun Gegentoren nach ruhenden Bällen, also nach Ecken oder Freistößen, kassiert. Dazu kam ein Gegentor durch Elfmeter. Diego Demme hat nun angekündigt, dass man nach neuen Ansätzen beim Verteidigen von Standards suchen wird.

RB Leipzig gegen den HSV mit neuer Taktik beim Verteidigen von Standards?

„Wir verfallen nicht in Panik. Wir werden gegen Hamburg etwas anderes ausprobieren, damit haben wir im Training schon angefangen“, kündigte er im Interview mit dem Kicker (Print) an. Man wolle „nicht mehr so anfällig sein“ und die Saisonziele nicht durch Gegentore nach Standards verspielen.

Dabei schätzt er den Hamburger SV vor dem Gastspiel bei RB Leipzig als gefährlichen Gegner ein. Das liegt vor allem am neuen Trainer Bernd Hollerbach. „Ein bisschen Positives bewirkt ein Trainerwechsel immer. Die Spieler sind voll motiviert, wollen sich zeigen.“ In einem Heimspiel habe man aber „gegen so gut wie jede Mannschaft den Anspruch zu gewinnen“.

Jubelbilder von Kyriakos Papadopoulos verhindern

Auch wolle man verhindern, dass Kyriakos Papadopoulos erneut „seinen Bizeps“ zeigen kann. Der HSV-Innenverteidiger hatte bei seinem letzten Gastspiel in Leipzig das 1:0 erzielt und sich anschließend vor Ralph Hasenhüttl und der RB-Bank aufgebaut und auf seine Muskeln gezeigt. Damit wollte er offenbar seine Unzufriedenheit über sein halbes Jahr in Leipzig mit nur einem Einsatz ausdrücken. Papadopoulos war im Sommer 2016 nach Leipzig gekommen, ein halbes Jahr später aber bereits zum HSV weitergewechselt.

Mit seiner eigenen Saison ist Diego Demme bisher zufrieden. „Natürlich war ich nicht froh darüber, dass ich einige Spiele in der Champions League auch mal auf der Bank saß. Aber insgesamt kann ich sagen, dass ich sehr glücklich hier bin, weil ich genug Einsätze habe und nach wie vor sehr geschätzt werde.“

Diego Demme wäre auch mit Europa League zufrieden

Für die Saison fände er als Ergebnis auch die Qualifikation für die Europa League akzeptabel. „Wir geben alles dafür, erneut die Qualifikation zur Champions League zu schaffen. Aber wenn es so sein sollte, dass es die Europa League wird, wäre es immer noch eine Super-Leistung“, schätzt Diego Demme ein.

Man merke bei RB Leipzig, „dass es uns schwerer fällt, die Spiele zu gewinnen, und dass das Quäntchen Glück vielleicht nicht immer so auf unserer Seite ist“, so der Mittelfeldmann, der vor vier Jahren aus Paderborn in die dritte Liga nach Leipzig wechselte. „Auch deshalb würde ich die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb in jedem Fall als Erfolg bezeichnen.“