Top-Stimmung im Supercup

„Einfach Kult”: Alt-Capo kehrt dauerhaft als Vorsänger zurück

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 31.07.2022, 14:00
Geschlossener Block: Sektor B bei RB Leipzig im Supercup.
Geschlossener Block: Sektor B bei RB Leipzig im Supercup. (imago/Picture Point LE)

Es ist den vergangenen Monaten viel über die Entwicklung der Fanszene und Stimmung im Stadion bei RB Leipzig diskutiert worden. Unter anderem in diesem Artikel der Zeit, in dem viele Protagonisten aus der RB-Anhängerschaft zu Wort kommen. Es fehlt der Nachwuchs in der Kurve, und die, die versuchen, die Stimmung anzuheizen, treffen oft den Ton der Masse nicht. Nun stand im Supercup gegen den FC Bayern wieder Alt-Capo Sebastian auf dem Vorsänger-Podest, der Mann, der schon seit 2010 den Takt bei RB Leipzig vorgab.

Und das war prompt zu spüren. Schon vor der Partie war die Stimmung gut, und auch, als es 0:3 und 1:4 für den Gegner stand, feuerte die Kurve weiter lautstark an. Auch mal mit den alten selbstironischen Liedern, die in dieser Situation passten und mit denen sich die Fankurve selbst feierte: „Wir sind Schweine, rote Bullen-Schweine ...” In vielen Spielen in den vergangenen Monaten war die Performance von den Rängen unrund gewesen, nun agierte der Sektor B wieder mit einer Stimme.

Eine Stimme für den Block: Alt-Capo Sebastian bei allen Fans akzeptiert

Der Fan der ersten Stunde ist sowohl bei den jungen, als auch von den älteren Fans akzeptiert und stößt mit seiner Art und Weise, den Block zu animieren, auf große Resonanz.

Nachdem er 2019 als Capo Platz für den Nachwuchs gemacht und in den vergangenen zwei Jahren in der Fanbetreuung gearbeitet hatte, schmiss er den Job vor dem Pokalfinale im Mai enttäuscht hin. In der Sommerpause reifte nun offenbar der Gedanke, dahin zurückzukehren, wo er am meisten für die RB-Fanszene bewirken kann: aufs Podest. Bereits beim DFB-Pokalfinale in Berlin war er spontan auf die Mauer geklettert, nun ist Sebastian nach RBlive-Informationen dauerhaft zurück in Sektor B.

Die Fans sind froh, dass sich der 40-Jährige zu diesem Schritt entschlossen hat. „Körperverletzung fürs Trommelfell hat einen Namen”, schrieb der Fanclub Holy Bulls bei Twitter. Und Justgroovy, Twitter-Star der RB-Gemeinde, jubelte: „Ich habe mich heute am meisten auf ihn gefreut. So traurig wie ich war als er aufhörte, so dankbar bin ich, dass der Kerl wieder zurück ist. Großartige Performance. Einfach Kult.”

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