RB Leipzig

Eintracht-Ultras kritisieren „sächsische Zustände” – Klub boykottiert RB-Logo

Von (RBlive) 24.09.2018, 12:39
Eintracht-Fans mit Banner und Solidarität mit Chemie-Fans.
Eintracht-Fans mit Banner und Solidarität mit Chemie-Fans. imago/osnapix

Die Ultras von Eintracht Frankfurt haben sich beim Spiel gegen RB Leipzig (1:1) mit Fans der BSG Chemie Leipzig solidarisiert und dabei „sächsische Zustände” kritisiert. Der Klub hielt es für richtig, das Logo von RB Leipzig nicht auf den Spieltags-Heftchen zu zeigen.

Eintracht-Fans stehen an der Seite von Chemie Leipzig

„Sächsische Zustände: Ultras observieren, Nazis hofieren”, plakatierten die Frankfurter Ultras. Die „Tapete” nimmt einerseits Bezug darauf, dass 24 Fans von Chemie Leipzig jahrelang wegen angeblicher Bildung einer kriminellen Vereinigung abgehört und teils observiert wurden (Text dazu bei 11Freunde); andererseits spielen die aktiven Eintracht-Fans wohl auf die aktuellen Vorfälle in Chemnitz und dubiose Mitarbeiter des sächsischen Verfassungsschutzes an. Frankfurt und Chemie Leipzig verbindet eine Fanfreundschaft.

Eintracht Frankfurt kennt RB-Logo nicht – Eine Frage des Stils?

Eintracht-Präsident Peter Fischer begrüßte indes im Stadion das 60.000 Mitglied der Eintracht und pries die verbindenden Gemeinschaft im Sport, verantwortet jedoch gleichzeitig, dass das Logo von RB Leipzig im Stadionheft und auf dem Videowürfel boykottiert wurde.

„Dass wir diese Marke ausgerechnet vor dem Spiel gegen Leipzig geknackt haben, ist nicht frei von einer gewissen Pikanterie“, stichelt Vorstandsmitglied Axel Hellmann zudem laut Kicker (Print) in Richtung des beschränkten Zugangs zu RB Leipzig in Sachen Vereinsmitgliedschaft.

Bei der Rubrik „historische Fakten” führten die Frankfurter im Stadionheft zudem ein Testspiel gegen Chemie 2016 auf und berichten von Duellen gegen den VfB Leipzig in der ersten und zweiten Liga. Die bisherigen Partien gegen RB ignorierte das Presseteam der Frankfurter. Ihre Gegnerbetrachtung vor dem Spiel hatte die Eintracht auf ihrer Homepage mit dem doppeldeutigen Titel „Eine Frage des Stils“ versehen. Das galt an diesem Tag offenbar als Motto in vielerlei Richtung.