RB Leipzig

"Es ist wichtig für die Welt, gesund zu sein" - RB-Trainer Jesse Marsch wirbt für Corona-Impfung

Von (RBlive/hen mit dpa) 25.10.2021, 14:39
"Ich bin geimpft": RB-Trainer Jesse Marsch
"Ich bin geimpft": RB-Trainer Jesse Marsch imago images/Eibner

In der Diskussion um Impfungen gegen das Coronavirus nach den Aussagen von Bayern Münchens Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich hat RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch seinen Standpunkt deutlich gemacht. Eine Impfpflicht gibt es auch bei dem sächsischen Bundesligisten nicht, bei dem der US-Amerikaner seit diesem Sommer Chefcoach ist. Er sei geimpft, weil er der Meinung ist, dass es sehr wichtig auch für die ganze Welt sei, gesund zu sein, sagte er vor dem DFB-Pokalspiel beim SV Babelsberg 03.

RB mit sehr hoher Impfquote

Die Mannschaft habe auch eine sehr, sehr hohe Impfquote, hieß es des Weiteren vom Verein. Deswegen würden sich die Probleme bei RB nicht stellen wie möglicherweise bei anderen Vereinen.

"Je mehr geimpft sind, umso kleiner wird die Gefahr des Virus", sagte Marsch am Montag. Sie hätten im Verein ein offenes Gespräch zu dem Thema geführt. "Sicher ist es besser für uns, wenn wir die ganze Gruppe ein bisschen mehr schützen, als einen positiven Test zu haben", betonte Marsch.

Bayern-Profi Kimmich hatte am Wochenende seine Impf-Bedenken wegen fehlender Langzeitstudien bei den Vakzinen öffentlich gemacht und damit eine Dabette über Impfen und Vorbildwirkung im Profisport ausgelöst. Er habe "persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht", hatte Kimmich nach dem 4:0-Sieg gegen Hoffenheim gesagt.

Im TV-Sender Sky erklärte der 26-Jährige auch, dass es "sehr gut möglich" sei, dass er sich in Zukunft impfen lasse.  Aber es gebe eben auch Menschen, die aus verschiedenen Gründen Bedenken hätten, sagte Kimmich. "Auch das sollte man respektieren, vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält."

Kimmich soll sich impfen lassen

Der frühere Leihspieler von RB Leipzig ist der erste namhafte Bundesliga-Profi, der seinen Status als Ungeimpfter öffentlich macht und dies begründet. Er ist aber auch der Fußball-Star, der im Rahmen seiner Corona-Hilfsaktion "Solidarität im Kleinen wie im Großen" wünscht - wenngleich das Projekt "We Kick Corona" von ihm und Kollege Leon Goretzka weit vor den ersten Impfungen gegründet wurde und unstrittig schon vielen Menschen geholfen hat.

"Als Vorbild, aber auch als Fakt wäre es besser, er wäre geimpft", sagte der langjährige Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge dem TV-Sender Bild. Ein "Ja" oder "Nein" von Kimmich zum Piks hat eine große Symbolwirkung. Bisher haben sich laut offiziellen Meldedaten knapp 70 Prozent der Deutschen mindestens eine Dosis gegen Covid-19 spritzen lassen. Gut 66 Prozent gelten als vollständig geimpft.