1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Ex-RB-Star bei Real nur Joker: Mourinho hält Diomande noch für "zu naiv"

Zweitteuerster Transfer der Klub-Geschichte Mourinho über Diomandes schweren Start bei Real: "Er ist zu naiv"

Nach seinem Wechsel von RB Leipzig nach Madrid sind die Erwartungen an Yan Diomande hoch. Sein Trainer bremst die Ungeduld der Öffentlichkeit und erklärt, wieso er den Teenager bislang nur einwechselt. Es hat auch mit seinem Alter zu tun.

Aktualisiert: 01.09.2026, 08:36
Ex-RB-Profi Yan Diomande kommt aktuell über die Reservistenrolle bei Real Madrid nicht hinaus.
Ex-RB-Profi Yan Diomande kommt aktuell über die Reservistenrolle bei Real Madrid nicht hinaus. Foto: Imago/PS Images

Leipzig/hen – Jose Mourinho kennt die Ablösesumme für Yan Diomande nicht. 100 Millionen, die waren ihm erinnerlich am vergangenen Wochenende nach dem 4:0 gegen den FC Malaga, dem dritten Sieg im dritten Ligaspiel, in dem der frühere Leipziger Flügelspieler von Rasenballsport Leipzig zum dritten Mal nur eingewechselt worden war. Sein Trainer beugte sich zum Pressesprecher hinüber und fragte nach: "10, 20, 30?"

Nur zwei weniger als Bellingham

Gemeint waren die Positionen hinter der 100. Ein Reporter antwortete schließlich: "130 Millionen Euro". Über die genaue Zahl ranken sich Gerüchte und Spekulationen. Transfermarkt gibt sie mit 125 Millionen Euro an. Damit liegt er zwei unter den 127 Millionen, die Real Madrid vor zwei Jahren für Jude Bellingham an Borussia Dortmund gezahlt hat. Beide sind die teuersten Transfers in der Geschichte des spanischen Topklubs.

Weiterlesen: Mourinho hält Diomande nicht für einen typischen Galactico-Transfer

Diomandes drei Pflichtspieleinsätze werfen deshalb Fragen auf. Wieso spielt der Teenager nicht von Beginn an? Mourinho relativierte. Er dürfe nicht auf die Transfersumme schauen, sagte der Portugiese. Sondern er müsse auf das Potenzial eines Spielers schauen, der nur eine Bundesligasaison auf allerdings hohem Niveau in Leipzig gehabt habe.

Mourinho: "Er hört zu, will lernen"

Mourinho forderte deshalb: Ruhe bewahren, das Talent werde sich entfalten, weil keiner, der so jung ist, zu einem Klub wie Real Madrid komme und alles "zerreiße". Vor allem das Alter spiele beim jungen Flügelspieler aus der Elfenbeinküste eine Rolle: "Er ist noch zu jung und naiv."

Gleichwohl, fügte der 63-Jährige auf der Pressekonferenz hinzu, sei das Potenzial enorm. „Er muss Schritt für Schritt machen", so Mourinho. "Er hat alle drei Spiele bestritten: 20 Minuten, 15 oder 30. Er arbeitet gut und viel, ist offen, bescheiden, will lernen und arbeiten. Er hört mir zu, aber er hört auch auf seine Mitspieler … er entwickelt sich weiter."

Diomande: für seinen Trainer sterben

Diomande hat bislang drei Partien unter Mourinho bestritten. Gegen Espanyol Barcelona waren es 26 Minuten, gegen Real Sociedad sechs Minuten, gegen Malaga 25 Minuten. Vergangene Woche sagte der frühere RB-Profi sinngemäß: "Ich würde für Mourinho sterben."

Der altväterliche Trainer wehrte die Geste ab. Man dürfte die Aussage nicht wörtlich nehmen, sagte Mourinho und stutzte den 19-Jährigen etwas zurecht, gleichwohl er die Schmeichelei für einen Ausdruck seiner Bereitschaft zur harten Arbeit halte. "Ich würde mir wünschen, er wolle für Klub und Mannschaft sterben."