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  5. Ex-RB-Star Timo Werner öffnet sich: „Sie waren jahrelang hinter mir her”

Timo Werner „wirklich am Boden” „Sie waren jahrelang hinter mir her”

Pfiffe, Schmähgesänge, Anfeindungen: Timo Werner wird jahrelang zur Zielscheibe gegnerischer Fans. Nun blickt der frühere Fußball-Nationalspieler auf schwere Momente seiner Karriere zurück.

07.11.2026, 10:51

Berlin/Leipzig/dpa – RB Leipzigs Rekordtorschütze Timo Werner hat offen über die Belastungen durch jahrelange Anfeindungen und Pfiffe gesprochen. „Ich habe in meiner Karriere viel Scheiße erlebt. Auch in Deutschland musste ich viel Scheiße durchmachen. Es gab Momente, in denen ich zu Hause saß und wirklich am Boden war”, berichtete Werner im Podcast „The Late Run”.

Besonders die ständigen Schmähgesänge und Anfeindungen hätten ihm zugesetzt. „Ich habe mich gefragt: Was zur Hölle? Egal, in welches Stadion ich komme, überall werde ich ausgebuht”, sagte Werner. „Sie haben Lieder über mich gesungen, sich ständig irgendwelche Dinge ausgedacht – es war wirklich hart.” Die Ablehnung habe ihn über lange Zeit begleitet. „In keiner Stadt, in die ich kam, konnte ich mich nicht ungestört aufhalten.” Rückblickend sei er stolz darauf, wie er die Zeit weggesteckt habe.

Werner über Schwalbe: „Jahrelang hinter mir her“

Werner war vor allem während seiner Zeit bei RB Leipzig regelmäßig Zielscheibe gegnerischer Fans. Nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu den Sachsen im Jahr 2016 wurde der Angreifer in zahlreichen Stadien ausgepfiffen. Besonders seine berühmte Schwalbe im Spiel gegen Schalke 04 im Dezember 2016 machte den Stürmer zusätzlich zur Reizfigur.

„In Deutschland habe ich viel durchgemacht, weil ich einmal eine Schwalbe gemacht habe. Danach waren sie dort jahrelang hinter mir her. Bei Chelsea war es ähnlich. Da habe ich ein paar Chancen vergeben und danach hatten sie es auf mich abgesehen”, sagte Werner rückblickend. Auch das eine Erklärung, weshalb Werner in den vergangenen drei, vier Jahren mental ausgebrannt wirkte und sein Topniveau nicht mehr erreichte.

„Nicht wertgeschätzt”

In Leipzig mochte Werner nicht mehr öffentlich sprechen, doch der sensible Stürmer öffnet sich gerade, reflektiert seine Karriere und äußerte jüngst, dass er sich bei seiner zweiten Leipziger Phase „nicht wertgeschätzt” fühlte.

Sportlich gehörte Werner damals zu den besten deutschen Angreifern. In der Saison 2019/20 erzielte er für Leipzig 28 Bundesliga-Tore und wechselte anschließend zum FC Chelsea. Mit den Londonern gewann er 2021 die Champions League. Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Werner 57 Länderspiele. Inzwischen spielt der 30-Jährige in der nordamerikanischen Profiliga MLS für die San José Earthquakes.