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„Das Gefühl, nicht wertgeschätzt zu sein” Warum Timo Werner RB wirklich verließ

Timo Werner hat in einem Interview erstaunlich offen über seine Karriere gesprochen. „Meine Karriere war eine Achterbahnfahrt”, reflektiert der frühere RB-Torjäger. 

16.09.2026, 09:02

Leipzig/San José/ukr – Zwar laboriert Timo Werner gerade an einer Beinverletzung, doch generell scheint der 30-Jährige seinen Frieden in den USA gefunden zu haben. In bislang 15 Einsätzen für die San José Earthquakes erzielte er sechs Tore und gab fünf Vorlagen. Ein paar Mal führte er das Team sogar als Kapitän aufs Feld. Aktuell steht Werners Team zwei Monate vor Beginn der Play-offs auf einem guten vierten Rang der Western Conference der MLS.

„Hin und Her zwischen London und Leipzig”

„Die Zahlen sind gut, hätten aber auch besser ausfallen können, wenn ich regelmäßig gespielt hätte”, sagte Werner im Interview mit dem Portal transfermarkt.de. „Jedes Mal, wenn ich in dieser Saison gut in Fahrt kam, erlitt ich einen kleinen Rückschlag durch eine Verletzung.” Keine großen Verletzungen, „sondern Kleinigkeiten, die einfach meinen Rhythmus stören”. Normale Verschleißerscheinungen, nach bereits 13 Jahren Profikarriere.

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Werner, der zuletzt in Leipzig komplett zugeknöpft war und sich in sich zurückgezogen hatte, reflektierte im tm.d-Gespräch recht ausführlich seine Karriere und erklärte auch die Gründe für seine Flucht in die USA. „Wenn man mal genau darüber nachdenkt, war es eigentlich nur ein Hin und Her zwischen London und Leipzig”, sagte er. „Ich hätte auch bei einem anderen Verein in England unterschreiben können; es gab auch Optionen in Deutschland in der Bundesliga. Beide Ligen machen Spaß, aber es war einfach Zeit für etwas Neues. Auch wenn ich erst 30 bin, hatte ich einfach das Gefühl, dass es Zeit für ein neues Kapitel in meinem Leben war.”

„Meine Karriere war eine Achterbahnfahrt”

Und auch über seine Rückkehr nach Leipzig sprach er, als er 2022 sein Comeback bei RB gab, um es noch zur Winter-WM in Katar zu schaffen. „Es war anders als bei meinem ersten Engagement, als sich das Spiel um mich drehte. Trotzdem lief es ziemlich gut, bis zu dieser Verletzung vor der Weltmeisterschaft, die mich das Turnier gekostet hat”, erinnert der gebürtige Stuttgarter. Werner fiel mit einem Syndesmosebandriss aus, schaffte zwar in der Comeback-Saison wettbewerbsübergreifend 16 Tore und sechs Vorlagen, konnte aber spielerisch nicht mehr überzeugen. „Es war meine erste größere Operation. Dann passierten noch ein paar andere Dinge im Alltag und im Fußball, die mir das Gefühl gaben, nicht wertgeschätzt zu werden”, erklärte Werner. 

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Seit seinem Durchbruch als Profi „wurde ich als Person kritisch betrachtet, egal ob ich für Chelsea oder Leipzig spielte, egal wie viele Tore ich schoss. Es fühlte sich so an, als würde ich von der Öffentlichkeit anders gemessen”, analysiert er. „Die Wahrheit ist, dass meine Karriere eine Achterbahnfahrt war. Manchmal habe ich Tore geschossen, manchmal habe ich danebengeschossen, manchmal habe ich für die Nationalmannschaft gespielt, und manchmal nicht.” Doch heute ist Werner nach schwierigen Zeiten wie bei Tottenham und der Schlussphase in Leipzig wieder mit sich im Reinen. Aber ich habe auch mit Chelsea die Champions League gewonnen. Wenn ich auf das zurückblicke, was ich in meiner Karriere erleben durfte, bin ich ziemlich zufrieden damit, wie sich alles letztendlich entwickelt hat.”