Olmos Freundin wird zur „Heulsuse” Ihr „Mitbewohner” ist jetzt Weltmeister
Während seiner Zeit bei RB Leipzig lernten sie sich kennen: Dani Olmos Freundin Laura Schmitt begleitet den Weltmeister emotional. So verliefen die Feierlichkeiten für den Ex-Leipziger und sein Team.

East Rutherford/dpa/ukr – Die Tränen liefen ihr über die Wangen, die Augen rot vom Weinen – vor Glück. Völlig ergriffen und sichtlich emotional mitgenommen hat die deutsche Influencerin Laura Schmitt den größten Triumph ihres Freundes Dani Olmo live im Stadion von East Rutherford miterlebt. Ihr Post bei Instagram kommentierte die 27-Jährige selbst mit: „Heulsuse.”
Tanzend, feiernd, weinend. „Und auf einmal ist mein Mitbewohner Weltmeister?????”, schrieb sie dazu unter anderem. Den Beinamen „Mitbewohner” verwendet die Brandenburgerin öfter für ihren Freund, der durch das 1:0 im Endspiel gegen Argentinien nun auch Fußball-Weltmeister ist. Vor zwei Jahren hatte der 28 Jahre alte Olmo, einst in der Bundesliga bei RB Leipzig, mit Spanien in Deutschland schon den EM-Titel gewonnen. Das gemeinsame Foto mit der goldenen WM-Trophäe, Küsschen und gegenseitiger Liebeserklärung durfte übrigens auch nicht fehlen.
Schmitt, als Influencerin unter dem Namen Laura Abla unterwegs, und der Profi hatten sich Mitte 2023 kennengelernt, als Olmo noch bei RB spielte. Zu Beginn des neuen Jahres 2024 hatte das Paar seine Beziehung öffentlich gemacht.
Hunderttausende jubeln in Madrid
Die Spanier feierten den Titel erst am Rande New Yorks, dann in Madrid. Rodri trug den Goldpokal vorsichtig wie ein Baby, als der Kapitän und die anderen WM-Helden nach der Ankunft in Madrid das Flugzeug verließen und wieder spanischen Boden betraten. Ein kurzes Gruppenfoto vor dem Flieger – und schon ging es mit dem Bus weiter.
Der Feier-Marathon ließ den müden, aber überglücklichen Weltmeistern kaum Zeit, den verdienten Finalsieg gegen Argentinien mit all seinen emotionalen Begleiterscheinungen so richtig zu verarbeiten.
Am frühen Abend empfing König Felipe VI., der den Triumph als Edelfan in East Rutherford nahe New York selbst miterlebt hatte, das Team. Die Spieler hatten für den festlichen Akt ihre Trainingsklamotten gegen Anzüge getauscht. Danach wollte Ministerpräsident Pedro Sánchez die Weltmeister persönlich begrüßen, ehe die Spieler im offenen Bus durch Madrid fuhren – bejubelt von Hunderttausenden an den Straßen und auf dem Cibeles-Platz.
„Wir freuen uns wirklich sehr, nach Spanien zu kommen. Viele Leute konnten hier nicht dabei sei und wir wollen mit allen feiern”, hatte Linksverteidiger Marc Cucurella vor dem Abflug gesagt. „Ich denke, wir haben uns eine gute Feier verdient.”
Olmo: „Gefeiert wie ein Weltmeister”
Bereits in der Kabine war es dank lauter Musik und riesiger Champagnerflaschen feuchtfröhlich geworden, und später ging die Party vor den Toren New Yorks weiter. „Wir haben einfach gefeiert – so, wie es ein Weltmeister macht”, berichtete Olmo. Der Mann des FC Barcelona hatte das Offensivspiel der Spanier über das gesamte Turnier hinweg gelenkt und den Weltmeister mit überragenden Entscheidungen und tollem Gefühl für die Statik des Spiels angeführt. Wie Olmo das Spiel durchdrungen hat und in nahezu jeder Situation eine kluge Lösung mit dem Ball hat, ist eine Augenweide.
Die Freude wurde allerdings durch das Verhalten der Argentinier getrübt, die sich in ihrem Frust als schlechter Verlierer präsentierten: Sie wüteten, wurden teils handgreiflich, drehten den Siegern bei der Pokal-Zeremonie demonstrativ den Rücken zu – und machten so den Triumph der Spanier unfreiwillig noch größer. „Spanien hat nicht nur ein Finale gewonnen”, schrieb die spanische Sportzeitung „Marca”: „Es hat den Fußball gerettet.” Der britische „Telegraph” schrieb: „Fußball 1, Verbrecher 0.” Und der frühere DFB-Kapitän Toni Kroos schrieb bei X: „Der Fußball hat gewonnen.”
Sportlich war das Finale ohnehin eine Machtdemonstration gegen den Titelverteidiger, der sich fast nur mit Härte und Nickeligkeiten zu wehren wusste. Rodri und Co. bekamen verdient den Pokal von US-Präsident Donald Trump übergeben. Dass Trump wie schon nach dem Club-WM-Finale im Vorjahr die Bühne für die ersten Siegerfotos nicht verlassen wollte und erst nach einigen Sekunden von FIFA-Präsident Gianni Infantino sanft zur Seite begleitet wurde, blieb diesmal eher eine Randnotiz.
Doppel-Weltmeister Spanien
Die Sieger kümmerte das schon mal gar nicht. Weil die Frauen 2023 Weltmeisterinnen wurden, ist Spanien das erste Land, das beide Titel gleichzeitig hält. Das Empire State Building leuchtete zu Ehren der Iberer in Rot und Gelb.
Trotz Überzahl und großer Überlegenheit musste der nun seit 38 Spielen nicht mehr bezwungene Europameister bis in die Verlängerung warten, ehe Ferran Torres das erlösende Tor schoss (106. Minute) und den zweiten WM-Triumph nach 2010 ermöglichte.
„Wir mussten 16 Jahre auf diesen Moment warten. Ich hoffe, dass wir diesmal nur vier Jahre auf den nächsten Stern warten müssen”, sagte Simón. Er wurde als bester Torwart des Turniers geehrt, Verteidiger Pau Cubarsi bekam die Auszeichnung für den besten Nachwuchsspieler – und nicht etwa der ebenfalls 19 Jahre alte Yamal.
Trainertattoo für Spanien-Star
Der größte Star in Spaniens Team spielte eine unauffällige WM und erzielte nur ein Tor. Ein Sonderlob von Trainer Luis de la Fuente gab es dennoch, weil sich der Profi des FC Barcelona in den Dienst der Mannschaft stellte. „Ich bin ihm ernsthaft dankbar, er hat sich für das Kollektiv geopfert”, sagte der 65-Jährige, der nun der älteste Weltmeister-Trainer der Geschichte ist.
De la Fuente wird einem anderen Spieler nun sogar unter die Haut gehen: Cucurella muss sich nun ein Tattoo mit dem Gesicht des Trainers stechen lassen. „Ich werde darüber nachdenken und es dann hinter mich bringen”, sagte der Neuzugang des FC Barcelona über seine Ankündigung von vor dem Turnier.