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Werder-Coach schon unter Druck? „Gebt uns die Chance“: Thioune kämpft vor RB-Duell bereits um Vertrauen

Vor dem ersten Heimspiel gegen RB Leipzig ist die Stimmung bei Werder Bremen schon angespannt. Trainer Daniel Thioune wirbt um Geduld und kontert die Kritik an der Transferpolitik des Klubs mit einem bemerkenswerten Satz.

04.09.2026, 05:44
Werder-Coach Daniel Thioune vor RB-Duell: "Geben Sie der Mannschaft die Chance, es allen zu zeigen."
Werder-Coach Daniel Thioune vor RB-Duell: "Geben Sie der Mannschaft die Chance, es allen zu zeigen." Foto: Imago/Steinsieck.ch

Leipzig/Bremen/hen – Daniel Thioune muss sich vor dem ersten Heimspiel der Saison nicht nur mit dem kommenden Gegner RB Leipzig beschäftigen. Sondern auch mit der miesen Stimmung vor der eigenen Geschäftsstellentür. Nach dem 1:4 zum Auftakt in Freiburg, schweren Verletzungen und einem hektischen Ende der Transferperiode ist die Geduld der Fans an der Weser schon jetzt weitgehend aufgebraucht.

Thioune appelliert

„Geben Sie mir und der Mannschaft die Chance, es allen zu zeigen“, appellierte Thioune vor dem Duell mit Rasenballsport am Samstag (15.30 Uhr) an Fans und Umfeld. Er merke, „wie kritisch gerade alles ist“.

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Die Gründe für die empfundene Krise stammen nicht nur aus der Auftaktpleite. Mit Jens Stage und Justin Njinmah verletzten sich zwei wichtige Spieler schwer. Gleichzeitig steht Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz wegen der Kaderplanung unter Druck – und Kritik. Arthur aus Leverkusen, Moussa Ndiaye aus Anderlecht und Youri Regeer von Ajax kamen erst an den letzten beiden Tagen der Transferperiode. Alle drei, mal wieder, zunächst nur auf Leihbasis.

Werders begrenzte Möglichkeiten

Thioune redete die Probleme nicht klein. Dass der Kader erst so spät komplett geworden sei, sei „vielleicht nicht ganz so optimal“, sagte er. Gleichzeitig stellte er sich demonstrativ vor seine Mannschaft und verteidigte die Transferpolitik des Klubs. Werder habe „gute Transfers“ mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern getätigt“, beschwor der 52-Jährige. Der Kader sei ausgewogen genug, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

Auch die begrenzten finanziellen Möglichkeiten führte Thioune als Erklärung an. Wer nicht zu den Topklubs der Bundesliga gehöre und zudem aus einer schwierigen Saison komme, müsse mit gewissen Einschränkungen leben. Er selbst hätte sich manches ebenfalls anders gewünscht. Aber ist eben nicht. „Das ist kein Wunschkonzert“, so Thioune. „Willkommen im Leben!“

Ausgerechnet jetzt kommt RB. Das Team reist nach dem 3:0 gegen Gladbach als Favorit an. Für Werder birgt das die nächste Sprengkraft: Eine weitere deutliche Niederlage könnte bereits einen ersten Funken auf das ausgelegte Schwarzpulver springen lassen.