RB Leipzig

Gegenpressing unter Jesse Marsch: RB Leipzig bei hohen Ballgewinnen europaweit spitze

Von (RBlive/fri) 16.11.2021, 15:51
Meister des Gegenpressing: Mats Hummels (l.) wird von RB-Angreifer Yussuf Poulsen angelaufen.
Meister des Gegenpressing: Mats Hummels (l.) wird von RB-Angreifer Yussuf Poulsen angelaufen. imago images/Contrast

Jesse Marsch wollte bei RB Leipzig wieder den klassischen aggressiven Gegenpressing-Stil implementieren. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass ihm das erfolgreich gelungen ist. Laut Opta Franz bzw. Stats Perform hat in den fünf großen europäischen Fußballligen keine Elf so viele hohe Ballgewinne wie der Fußballbundesligist. Nämlich 11,5 pro Spiel. Dahinter folgt der FC Liverpool mit 11,1 hohen Ballgewinnen, der 1. FC Köln (10,9), Bayern München (10,6) und der FC Burnley (9,6).

Warum funktioniert das 3-5-2 bei RB Leipzig besser als Viererkette?

Der Blog "Total Football Analysis" geht der Frage nach, warum das Gegenpressing unter Marsch inzwischen so gut klappt. Ein entscheidender Grund wird im Wechsel vom 4-3-3- auf 3-5-2-System gesehen. Dies ermögliche eine bessere Raumkontrolle bei Ballbesitz. Die Umstellung der Formation habe Leipzig zudem geholfen, Pressingfallen besser auszuführen, "was ein sehr wichtiger Aspekt von Marschs Fußballphilosophie ist", so die Analyse.

Doch es gebe weiter Raum für Verbesserungen. "Nichtsdestotrotz müssen sich die Spieler, vor allem die individuelle Verteidigung der Innenverteidiger, weiter verbessern, damit Marsch seine Taktik flexibler anpassen kann", heißt es. Der Grund: Spieler wie Mohamed Simakan fühlten sich in der Raumverteidigung noch nicht sonderlich wohl. Und an treffsicheren Spielern, die die abgefangenen Bälle regelmäßig verwerten, mangelt es auch noch.