Ballon d'Or 2022

Holt Nkunku die Trophäe nach Leipzig?

Von Thomas Fritz Aktualisiert: 17.10.2022, 10:29
Christopher Nkunku beim Torjubel.
Christopher Nkunku beim Torjubel. IMAGO / Shutterstock

30 Spieler sind für den Ballon d'Or 2022 nominiert. Darunter Weltstars wie der Topfavorit Karim Benzema (Real Madrid) sowie Kylian Mbappé (Paris St. Germain), Robert Lewandowski (FC Barcelona) und Erling Haaland (Manchester City). Dagegen stehen die Altstars Cristano Ronaldo (Machester United) und Lionel Messi (PSG) nicht auf der Liste.

Erstmals gehört ein Spieler von RB Leipzig zu den Kandidaten. Es ist nach seiner überragenden Saison 2021/22 natürlich Angreifer Christopher Nkunku. Nkunkus Teamkollege Josko Gvardiol ist für die "Trophée Kopa", die Auszeichnung für den weltbesten U21-Spieler, im Rennen.

RB-Angreifer einer der besten Scorer Europas

Nkunkus Werte in der abgelaufenen Saison waren überragend: 55 Scorer-Punkten in allen Wettbewerben (35 Tore, 20 Assists). In den Top-Ligen Europas waren nur drei Spieler noch torgefährlicher.

Trotzdem dürfte der Franzose nur Außenseiterchancen auf die begehrte Trophäe besitzen, die am Montagabend im Pariser Theatre du Chatelet von der französischen Fachzeitschrift "France Football" verliehen wird. Die weiteren Nominierten aus der Bundesliga sind Sadio Mane und Joshua Kimmich vom FC Bayern München sowie Sebastien Haller von Borussia Dortmund.

RB Leipzig: Nkunku will Weltfußballer werden

Nkunku äußerte sich vergangenen Monat in der Sport Bild über den Ballon d'Or.  „Wenn Sie mich fragen, ob ich das möchte: Ja, ich will Weltfußballer werden. Das wäre der größte Award, den man gewinnen kann. Es ist ein Traum, aber man sollte immer nach dem Höchsten streben”, sagte der französische Nationalspieler der Sport Bild (Mittwoch). Als größtes Ziel seiner Karriere bezeichnete der 24-Jährige aber den Gewinn der Weltmeisterschaft: „Das ist der schwerste Titel von allen.”

Laut Kicker gelten dieses Jahr erstmals ein neuer Bewertungszeitraum (nur die abgelaufenen Saison anstelle des Kalenderjahres) und neue Bewertungsgrundlagen. Am wichtigsten ist die individuelle Leistung der Nominierten, als zweites der Teamerfolg und als drittes ihr Talent und ihr Sportsgeist. Die Gesamtkarriere soll bei der Beurteilung keine Rolle mehr spielen. Eine Reaktion auf die umstrittene Wahl Lionel Messis im Vorjahr.

Je ein Medienvertreter aus den besten 100 Männer- bzw. 50-Frauen Nationen der FIFA-Weltrangliste darf an der Abstimmung teilnehmen. Die Vorauswahl der 30 Fußballer traf die Redaktion von  "France Football". Deutsches Jurymitglied ist kicker-Chefreporter Karlheinz Wild. Die Wahl ist nicht zu verwechseln mit dem FIFA-Weltfußballer des Jahres.