Forsberg den Tränen nahTeamkollegen fühlen mit Peter Gulacsi

Von ukr/dpa/sid Aktualisiert: 06.10.2022, 10:17
Solidarität mit seinem Landsmann Peter Gulacsi: Dominik Szoboszlai.
Solidarität mit seinem Landsmann Peter Gulacsi: Dominik Szoboszlai. (imago/Picture Point LE)

Emil Forsberg schossen die Tränen in die Augen, als er nach dem Befinden von Peter Gulacsi gefragt wurde. „Er ist unser Kapitän, fast so lange hier wie ich. Er ist seit acht Jahren mein Kumpel”, sagte Forsberg gedrückt. „Ich fühle mich richtig schlecht, hoffe, dass alles gut ist.”

Doch diese Hoffnung bestätigte sich nicht. Eine halbe Stunde nach dem Gespräch veröffentlichte der Klub die Diagnose, dass sich Gulacsi das rechte, vordere Kreuzband gerissen hat. Das bedeutet eine monatelange Pause. Die gesamte Saison könnte für den Routinier beendet sein.

Schock bei RB Leipzig

Der Mannschaft merkte man den Schock nach dem hart und leidenschaftlich erkämpften 3:1-Sieg gegen Celtic an. Die Spieler jubelten weniger euphorisch als gewohnt vor dem Fanblock. Dominik Szoboszlai hielt das Trikot seines Landsmannes in die Höhe. Die Fans von RB Leipzig hatten den Kapitän mit Sprechchören begleitet, als er vom Rasen getragen werden musste.

Und auch die aktuell ebenfalls verletzten Kollegen meldeten sich zu Wort. Dani Olmo sendete seinem Keeper ein Herz, Lukas Klostermann, der 2016 ebenfalls einen Kreuzbandriss erlitten hatte, äußerte seine Zuversicht auf eine starke Rückkehr. „Ich bin sicher, dass du diese Situation überstehen wirst und stärker denn je zurückkommen wirst”, schrieb Offensivspieler Olmo bei Twitter: „Werd' schnell wieder gesund, Kapitän! Wir alle stehen hinter dir.” Dahinter setzte der Spanier, der gerade erst selbst nach einem Teilriss des Innenbandes wieder ins Training eingestiegen ist, ein Herz.

Leidensgenosse Klostermann: „Es wird hart”

Auch Nationalspieler Lukas Klostermann twitterte sein Mitgefühl. „Es wird hart, aber du wirst es meistern und stärker zurückkommen”, schrieb er.

Schon nach zehn Minuten war für Gulacsi vorbei, was eigentlich ein schöner Fußball-Abend hatte werden sollen. Ein schlampiger Rückpass von Timo Werner zwang den 32-Jährigen zu einer Rettungsaktion, bei der er unglücklich im Rasen hängenblieb. Mit schmerzverzerrtem Gesicht umfasste Gulacsi sein rechtes Knie. Für den Führungsspieler kam der 31 Jahre alte Janis Blaswich zu seinem ersten Einsatz in der Champions League - und lieferte eine tadellose Leistung ab.