RB Leipzig

Hasenhüttl zu Rummenigge: „Ich stehe zu meiner Aussage!“

27.07.2017, 16:24
Ralph Hasenhüttl
Ralph Hasenhüttl GEPA pictures/ Andreas Pranter

RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl hat sich am letzten Tag des Trainingslagers in Seefeld, Österreich, auch zu den Vorwürfen von Karl Heinz Rummenigge geäußert, der dem Österreicher vorwarf, mit seinen krtitischen Aussagen zu den Belastungen einer Asienreise für die Spieler, zynisch und unsolidarisch zu sein. Hasenhüttl hatte die Anstrengungen für das sportliche Personal als „extrem“ bezeichnet. Und meinte im Teamhotel in Mösern: „Ich stehe zu meiner Aussage. Ich weiß nicht, was an ihr zynisch bzw. unsolidarisch gewesen sein soll.“

Hasenhüttl äußerte aber Verständnis zur die Sichtweise des Bayern-Vorstandsvorsitzenden. „Ich wurde als Trainer zu den Belastungen einer Asienreise gefragt. Und ich habe als Trainer geantwortet, dass ich die Belastungen für die Spieler extrem finde. Aber jemand, der das aus Sicht des Managers beantwortet, hat durchaus Recht mit seiner Annahme, dass das für den Verein eine sehr lukrative Geschichte ist. In dieser Sicht sind wir aber auch noch nicht groß genug, um so etwas zu machen. Wir sind noch kein Global Player.“

Beitrag an der Basis

Hasenhüttl plädierte auch für eine differenzierte Sicht der jeweiligen Repräsentanzaufgaben eines Bundesligisten. Er sagte: „Wir sind hier in Tirol nah an der Basis, und die Fans, die hier Urlaub machen, haben die Chance, nah an der Mannschaft zu sein. Wir leisten so auch unseren Beitrag an der Basis und erfüllen unsere Aufgabe, die Bundesliga zu vertreten.“

Unterstützt wurde der Übungsleiter von Sportdirektor Ralf Rangnick. Der meinte in Richtung Rummenigge: „Ich bin überzeugt, dass, wenn man alle 18 Bundesligatrainer fragt, dann hätte alle 18 geantwortet wie unser Trainer. Jeder, der mit dem Sport beschäftigt ist, dem ist es lieber, wenn die Vorbereitung in Europa stattfindet. Egal ob im regnerischen Tirol oder im sonnigen Südspanien, das muss dann jeder für sich entscheiden.“ Rummenigge hatte über das regnerische Wetter in Tirol gefrotzelt, aber auch die Kritik von Bayern-Präsident Uli Hoeneß an der Asienreise einstecken müssen.

Rangnick meinte dazu: „Selbst Uli Hoeneß hat gesagt, dass die Reise aus sportlicher Sicht grenzwertig gewesen sei. Wir haben die Einladung zum Emirates Cup auch angenommen, weil es eine Ehre für uns ist. Und das hat auch was mit PR, Publicity und Lobby-Arbeit für die Bundesliga zu tun. Wir werden damit unserem solidarischen Auftrag im Rahmen dessen, was uns möglich ist, gerecht.“