RB Leipzig

Holt Achim Beierlorzer noch RB-Talente zu Jahn Regensburg?

29.06.2017, 17:00
Achim Beierlorzer, neuer Trainer beim SSV Jahn Regensburg, über seine Zeit in Leipzig.
Achim Beierlorzer, neuer Trainer beim SSV Jahn Regensburg, über seine Zeit in Leipzig. imago/Eibner

Achim Beierlorzer ist nach seinem Engagement bei RB Leipzig wieder nach Süddeutschland zurückgekehrt. In der Mittelbayrischen Zeitung spricht er über die Zeit in Leipzig.

Tolle Erfahrungen, aber kein „Rangnick-Schüler“

Im Sommer 2014 kam der damalige Jugendtrainer von Greuther Fürth zur U17 bei RB Leipzig. Ralf Rangnick machte ihn dann im Februar 2015 zum Interims-Nachfolger von Alexander Zorniger und vertraute auch im Folgejahr auf dessen Qualitäten als Co-Trainer. Für diese Gelegenheit ist ihm Beierlorzer dankbar und er erinnert sich äußerst positiv an die Zusammenarbeit. „Mit Blick auf seine fachlichen und menschlichen Fähigkeiten ist Rangnick ein unglaublicher Mensch“, sagt er über seinen alten Chef, aber sieht sich mit seinen 49 Jahren als Familienvater nicht als Rangnick-Schüler.

Beierlorzer für mehr Durchlässigkeit zu den Profis

Weil RB Leipzig sich intensiv um ihn bemüht habe, sei er anschließend Trainer der U19 geblieben. Und dort scheute er sich auch nicht, Kritik zu üben, beispielsweise an der Durchlässigkeit für junge Talente. „Prinzipiell ist das für die Jugendspieler nicht einfach. Die Distanz von der Junioren-Bundesliga zur Bundesliga ist einfach enorm.“ Neben seinem Job als Jugendtrainer verantwortete er auch die Leitung der Nachwuchsabteilung und unterstützte die Umstrukturierung. „Daher haben wir in Leipzig auch die U23 aufgelöst. Denn die Talente, die es tatsächlich schaffen könnten, wollen nicht in einer 4. Liga spielen.“

Neuer Anlauf in der dritten Liga bei Jahn Regensburg

Langfristig reizte den gebürtigen Erlangener aber das Ziel, wieder in der ersten oder zweiten Bundesliga Trainer zu werden. Nun startet er also bei Jahn Regensburg in der dritten Liga. Mit dem dortigen Sportdirektor Christian Keller sei er immer wieder in Kontakt gewesen, bis es nun mit einer Verpflichtung geklappt hat. Denn die Ziele und Möglichkeiten seien mittlerweile ambitioniert genug, so Beierlorzer. Handlunsgbedarf sieht er noch beim kickenden Personal. „Es gibt Trainer, die sagen: Jetzt will ich nur noch Hochkaräter. Das ist aber nicht mein Weg. Wir werden keine Harakiri-Sachen machen. Die Neuen müssen zum Teamgefüge passen.“

Holt Achim Beierlorzer Talente von RB Leipzig?

Dabei sieht er durchaus die Möglichkeit, Spieler von RB Leipzig mitzunehmen, wenn sie zum Jahn passen. „Der Pool an interessanten Spielern ist aber überschaubar. Was die ehemalige U23 angeht, sind wir etwas spät dran, da sind einige schon weg nach Aue oder Wiesbaden.“ Immerhin sind neben den verbliebenen Spielern der Reserve auch noch Talente aus der U19 ohne neue Perspektive. „Kommt ein Spieler von RB? Klare Antwort: Kann sein, muss aber nicht sein“, so Beierlorzer.