RB Leipzig

"Ich nehme das nicht auf": Wie Nagelsmann die Querelen in Stuttgart und die Qualitäten des VfB bewertet

Von (sechs Siege, zwei Remis). (RBlive/hen, dpa)
02.01.2021, 07:08
Früher gemeinsam in Hoffenheim: VfB-Coach Matarazzo (l.) und RB-Coach Nagelsmann
Früher gemeinsam in Hoffenheim: VfB-Coach Matarazzo (l.) und RB-Coach Nagelsmann dpa/Uwe Anspach

RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann wird den Machtkampf beim VfB Stuttgart vor dem Aufeinandertreffen in der Fußball-Bundesliga vor seiner Mannschaft verschweigen bzw. ihm keine allzu große Bedeutung beimessen. "Ich werde das in keine Besprechung mit reinnehmen, weil ich glaube, dass es keine Relevanz hat", sagte der 33-Jährige vor dem Spiel am Samstag (20.30 Uhr).

Er könne ohnehin nicht bewerten, was "die Herren Vogt und Hitzlsperger" machen, führte der RB-Coach weiter aus. "Mir ist wichtig, was sportlich passiert. Ich glaube auch nicht, dass es die Stuttgarter Mannschaft beeinflusst."

Nagelsmann: "Total interessant"

Bei den Schwaben liefern sich Vorstandschef Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Voigt gerade einen Machtkampf in der Öffentlichkeit. Bei der Präsidentenwahl Mitte März wollen beide gegeneinander antreten.

Für die sportliche Entwicklung lobte Nagelsmann den auf Platz sieben stehenden Aufsteiger. "Das ist eine total interessante Mannschaft mit sehr, sehr vielen guten Einzelspielern und sehr, sehr viel Talent auf verschiedenen Positionen mit viel Speed, die immer versucht, spielerische Lösungen zu haben", sagte er über den Gegner, der unlängst Borussia Dortmund 5:1 geschlagen hat und an das RB erinnert, das seine Gegner in der ersten Bundesligasaison reihenweise überraschte und am Ende Vizemeister wurde.

Parallelen zwischen RB und VfB?

Parallelen tun sich deshalb auf, auch weil VfB-Coach Pellegrino Matarazzo mit Nagelsmann befreundet ist, sich beide seit einem Trainerlehrgang kennen und 2018/2019 zusammen als Trainerteam in Hoffenheim arbeiteten, Matarazzo als Assistent von Nagelsmann. "Teilweise gibt es vielleicht schon Parallelen", sagte Nagelsmann, "aber ich fände es etwas arrogant, wenn ich sagen würde, die orientieren sich an uns. Die machen ihren eigenen Weg und machen ihn ganz gut."

"Es wird interessant, wie beide Mannschaften aus der Pause kommen. Grundsätzlich dürfte ein bisschen mehr Frische da sein," ergänzte Nagelsmann. Der VfB schwächelt allerdings zu Hause, hat aus sechs Spielen noch keinen Sieg geholt und ist mit nur vier Punkten Fünfzehnter der Heimtabelle. Ein Vorteil für den Tabellendritten? Immerhin haben die Sachsen von ihren jüngsten acht Partien keines verloren