RB Leipzig

"Ich will mal einen Titel gewinnen!": Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann fordert von RB-Talenten schnellere Entwicklung

Von (RBlive/mhe)
30.05.2020, 08:11
Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann
Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann Imago/Poolfoto

Nach dem vierten Remis in den jüngsten sechs Spielen saß der Frust über die liegengelasssenen Punkte bei RB-Trainer auch zwei Tage nach dem 2:2 gegen Hertha BSC einigermaßen tief. Vor allem, dass Spieler wie Ademola Lookman (22), Dani Olmo (22) oder Hannes Wolf (21) ihr Potenzial nicht konstant ausspielen, macht der 32-Jährige zunehmend als Problem aus.

Transfers mit jungen Spielern

Vor der Partie beim 1. FC Köln am Montag (20.30 Uhr) sagte der Trainer von RB Leipzig: "Es ist ein Trugschluss zu glauben, als 18 Jahre alter Spieler hat man drei oder vier Jahre Zeit, sich zu entwickeln. Das ist mir relativ scheißegal, ich will mal einen Titel gewinnen - und die Spieler grundsätzlich auch. Deshalb muss die Entwicklung sehr, sehr schnell gehen."

Die Frage steht seit längerem im Raum, ob RB zu den vielen jungen Spielern im Kader nicht gezielt auch Routiniers verpflichten sollte, obwohl es die mittlerweile u.a. in Person von Emil Forsberg, Marcel Halstenberg, Kevin Kampl oder Keeper Peter Gulacsi erfahrenes Personal gibt. Zudem sollen vor allem ausbildbare Talente an den Cottaweg geholt werden.

"Sonst gewinnst du keinen Titel"

Der richtige Weg? Nagelsmann sagte dazu: "Das wird sich nicht großartig ändern." Allerdings: Damit RB künftig um Titel mitspielen kann, brauche man absolute Top-Talente, "die auch die Fähigkeit haben, ihr Potenzial auf den Acker zu bekommen - und zwar nicht erst in drei, vier Jahren, sondern möglichst schnell."

Ansonsten, so Nagelsmann, "gewinnst du keinen Titel. Dann ist es immer so, dass du sie drei, vier Jahre ausbildest, und dann gehen sie zu diesem Klub, der Titel gewinnen kann." Talent allein schlage sich zudem nicht immer in Leistung nieder, so der RB-Trainer: "Leistung ist immer Potenzial minus Störgrößen." Bei jüngeren Spielern seien die Störgrößen stärker ausgeprägt, weil ihnen Konstanz und der Erfahrungsschatz fehlen.

Nach der Hinrunde war RB Tabellenerster, mittlerweile sind sie auf Rang vier abgerutscht und haben einen Rückstand auf die Tabellenspitze von neun Punkten.