RB Leipzig

„Kämpfen, laufen, Duelle gewinnen”: Wie Jesse Marsch mit RB Leipzig gegen den 1. FC Köln die Trendwende schaffen will

Von (RBlive/msc) 18.09.2021, 08:00
Leipzigs Amadou Haidara (weiss) gegen Koelns Dominick Drexler.
Leipzigs Amadou Haidara (weiss) gegen Koelns Dominick Drexler. imago images/motivio

In den vergangenen zwei Spielen kassierte RB Leipzig zehn Tore und hatte gegen den FC Bayern München und Manchester City kaum den Hauch einer Chance. Jetzt wartet mit dem 1.FC Köln ein anderes Kaliber. Trainer Jesse Marsch erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel (18. September ab 18.30 Uhr), wie er nun auswärts die Wende schaffen will.

Marsch: "Haben von Bayern und Manchester viel gelernt"

Für sein Team war es weder gegen den deutschen, noch den englischen Meister Pflicht, zu gewinnen. Analog zu seiner Ansage, diese Topspiele erwischten RB womöglich etwas zu früh, betonte er den Lerneffekt. "Wir haben von dem Niveau der beiden Spiele viel gelernt, dass wir Konzentration und Disziplin im richtigen Moment brauchen", so Marsch.

RB Leipzig lief dem Momentum hinterher

Über 180 Minuten war RB in den beiden Spielen ohne Chance. Aber Marsch fand rückblickend lichte Momente. "Es war so ein guter Gegner, wir haben richtig gut gekämpft", sagte er über Manchester. "Wir waren immer knapp im Spiel und dachten, wir könnten das Momentum noch finden mit noch einem Tor." Nur hatte Manchester immer noch eine Antwort.

Pflichtsiege gegen 1. FC Köln, Hertha BSC, FC Brügge, VfL Bochum

Jetzt stehen Marsch und seine Männer unter zunehmendem Druck, denn ab Samstag werden Pflichtsiege erwartet. Köln, Hertha, Brügge, Bochum heißen die nächsten Gegner. Die Kunst dabei ist, einer instabil wirkenden Mannschaft für diese Spiele veränderte Rahmenbedingungen an die Hand zu geben. "Wir müssen jetzt überlegen, was ist wichtig in den nächsten Spielen. Denn die Qualität der Gegner ist anders", so Marsch. Und das kann momentan nicht heißen: schlechter. Denn kein Team darf jetzt unterschätzt werden.

Kleine Schritte, großer Kampf

Die Formel lautet daher: Kleine Schritte machen. Und diese liegen vor allem in den grundlegenden RB-Tugenden. "In schwierigen Momenten muss man mehr kämpfen, laufen, Duelle gewinnen", so Marsch. An Personal und Grundordnung wird er nicht viel schrauben, auch wenn er es könnte. Er habe in Salzburg "in den ersten fünf Monaten neun verschiedene gespielt und fast alle haben funktioniert", betont er. Nun sei aber Stabilität gefragt. "Wir versuchen, taktische Dinge simpel und klar zu machen."

Mehr als die Details auf dem Rasen baut er darauf, dass die Profis sich an jedem Zweikampf aus dem Tief ziehen. "Einen Teil können wir mit taktischen Dingen erreichen, aber auch einen mit unserem Willen." Marsch setzt viel auf diese Karte. Und hat dabei wohl auch im Hinterkopf, dass die individuelle Qualität ausreichen wird, um Spiele zu gewinnen. "Jedes Spiel muss eines wie gegen Bayern oder Manchester sein", fordert er. Dann dauere es auch nicht lange, bis der Spielstil den erwünschten Anklang findet. Seine Mannschaft habe das verstanden, versichert er.