nationalmannschaftskrise Klopp als Bundestrainer? Was für den Red-Bull-Fußballchef spricht – und was dagegen
Kaum ist Deutschland bei der WM ausgeschieden, beginnt die Klopp-Debatte. Kann der Red-Bull-Fußballchef den DFB aus der Krise führen?

Leipzig/hen mit dpa - Dieser Reflex ist logisch. Noch hat sich der Deutsche Fußball-Bund nicht von Julian Nagelsmann nach dem WM-Aus getrennt, da wird bereits über Jürgen Klopp als möglichen Nachfolger spekuliert.
Scheitern analysieren
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler wollen zunächst die Gründe für das Scheitern analysieren und anschließend über den Bundestrainer entscheiden. Doch was spricht für Klopp – und was dagegen?
Das spricht für Klopp
Klopp gilt als Wunschkandidat vieler Fans und könnte nach dem Turnier-Aus für einen Neuanfang stehen. Als TV-Experte bei MagentaTV machte der 59-Jährige deutlich, dass er die Debatte um seine Person nachvollziehen kann. „Ich verstehe das, wenn über den Bundestrainer gesprochen wird, dass da irgendwie mein Name genannt wird.“
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Zugleich forderte Klopp eine grundlegende Analyse: „Um wieder Fußball-Deutschland zu werden, müssen wir jetzt ran an die Nummer – und zwar richtig.“ Sportlich sieht er weiter Potenzial in der Mannschaft.
Erfolge sprechen für Klopp
Für Klopp sprechen seine internationale Erfahrung und seine Erfolge mit Borussia Dortmund und dem FC Liverpool. Er gewann die Champions League und die englische Meisterschaft und gilt als Trainer, der Spieler besser macht.
Das spricht gegen Klopp
Klopp steht als Head of Global Soccer bei Red Bull bis 2029 unter Vertrag. Dass es sich dabei nur um einen Nebenjob handelt, weist er zurück. „Wenn ich richtig informiert bin, habe ich keinen Halbtagsjob“, sagte der 59-Jährige. Nach Angaben von Red Bull enthält sein Vertrag keine Ausstiegsklausel.
Zudem wären die Erwartungen an Klopp enorm. Auch die Rolle als Bundestrainer unterscheidet sich deutlich von der eines Vereinstrainers, da deutlich weniger gemeinsame Trainingszeit zur Verfügung steht. Hinzu kommt, dass Klopp 2024 seinen Abschied aus Liverpool mit fehlenden Kraftreserven begründet hatte.