RB-Gegner celtic glasgow

"Sehr wuselig, können kicken": Vor diesen Japanern warnt Rose

Dem Trainer von RB Leipzig gefällt die Spielanlage des morgigen Champions-League-Gegners. Aus diesem Grund warnt er vor den Qualitäten Gäste aus Schottland - vor allem vor dessen Japanern.

Von Martin Henkel 04.10.2022, 19:59
Celtics Topstürmer Kyogo Furuhashi, hier im Duell mit Real Madrids Toni Kroos
Celtics Topstürmer Kyogo Furuhashi, hier im Duell mit Real Madrids Toni Kroos (imago/pa images)

Sich Gegner live anzuschauen, diese Zeiten sind für Fußballtrainer lange vorbei. Es sei denn, sie sind arbeitslos. Marco Rose kennt Celtic Glasgow also nur von Video-Aufnahmen, die für ihn bereitgestellt werden. Doch das reichte dem Coach von RB Leipzig, um mit Anerkennung die Qualitäten des Gegners morgen Abend in der Champions League zu würdigen. "Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen", sagte der Leipziger am Dienstag.

Celtic Glasgow: sehr aktiver Fußball

Rose war vergangene Saison mit seinem damaligen Klub Borussia Dortmund gegen Celtics Stadtrivalen Glasgow Rangers aus der Europa League ausgeschieden, später ereilte auch RB dasselbe Schicksal. Vor Ort soll sich der 46-Jährige auch ein Bild des morgigen Duellanten gemacht haben. Das sei zwar jetzt schon ein paar Wochen her, meinte der Trainer des Bundesligisten aus Sachsen, aber groß geändert habe sich Celtic ja nicht.

"Geicher Trainer, ähnliche Spielanlage", sagte Rose über die Zentralqualitäten des Gegners und ging danach ins Detail. "Ich finde, die Mannschaft spielt sehr aktiv Fußball, sie hat eine hohe Leistungsbereitschaft insgesamt. Sie sind offensiv ausgerichtet, haben eine klare Idee, sind sehr, sehr fleißig. Es kommt eine Mannschaft mit hoher Spielaktivität auf uns zu."

RB Leipzig: gegen Glasgow unter Druck

Ob das auch in Leipzig so sein wird, ist freilich eine der zentralen Fragen beim Aufeinandertreffen der beiden Teams, die bereits mit dem dritten Gruppenspiel unter Druck stehen: RB hat seine beiden Spiele zuvor gegen Schachtar Donezk (0:4) und gegen Real Madrid (0:2) verloren, Celtic verlor ebenfalls gegen die Spanier (0:3), spielte aber immerhin gegen die Ukrainer (1:1).

Was Schotten nunmal an sich haben: Sie kommen "übers Team", meinte Rose. Und dazu hätten sie "individuell gute Spieler", die dann den Unterschied machten. Allen voran die zwei Japaner Reo Hatate (zentrales Mittelfeld) sowie Kyogo Furuhashi (Mittelstürmer), der in dieser Saison bereits sieben Mal getroffen hat. Celtic ist mit acht Siegen bei einer Niederlage Tabellenführer der Scottish Premiership.

"Sie sind sehr wuselig und gut im Eins zu Eins", zeigte sich Rose angetan von den zwei Asiaten im Team des australischen Trainers  Ange Postecoglu und erinnerte an seine Zeit mit dem Japaner Takumi Minamino, "den ich über Jahre (beim FC Salzburg, Anm. Red.) trainieren durfte. "Er verkörperte das Gleiche: eine tolle Mentalität und dann können sie auch noch kicken."