RB LeipzigLichtblick Laimer: Galliges Comeback nach 263 Tagen Leidenszeit für RB Leipzig

09.05.2021, 11:00
Leipzigs Konrad Laimer / Training RB Leipzig am 19. April 2021 / Red Bull Akademie, Leipzig. Training RB Leipzig *** Lei
Leipzigs Konrad Laimer / Training RB Leipzig am 19. April 2021 / Red Bull Akademie, Leipzig. Training RB Leipzig *** Lei imago images/motivio

Dieses Comeback machte Mut, nicht nur Konrad Laimer, der beim 2:3 gegen Borussia Dortmund seine erste Einsatz-Viertelstunde für RB Leipzig nach über acht Monaten – genau 263 Tagen – Verletzungspause hatte. Es war nach Knie-Arthroskopie und Knochenödem der erste Einsatz des Österreichers seit dem Champions-League-Halbfinale gegen Paris St. Germain. Auch dem Team verlieh Laimer mit seiner galligen und aktiven Spielweise Schwung.

„Körperlich ist er noch nicht bei 100 Prozent, das hat man auch gesehen. Wobei er in der extrem intensiven Phase, in der er reingekommen ist, anfangs sehr gute Ballgewinne hatte”, bewertete Trainer Julian Nagelsmann. „Er hat es gut gemacht, es war wichtig, ihm Minuten zu geben, um auch im Finale auf ihn zurückgreifen zu können.”

Nagelsmann über Laimer: „Vor dem dritten Tor hätte ich mir ein taktisches Foul gewünscht”

Einen kritischen Punkt sprach Nagelsmann jedoch auch an: Laimer war an der Entstehung des Siegtores für den BVB nicht unbeteiligt. Gegen Julian Brandt und Thomas Delaney konnte er den Ball im linken Mittelfeld nicht behaupten. „Vor dem dritten Tor hätte ich mir ein taktisches Foul von ihm gewünscht, um die Situation früher zu unterbinden”, sagte Nagelsmann. „Aber das ist typisch Konni, dass er den Ball gewinnen will, um nochmal nach vorn zu kommen.”

Doch dem Rückkehrer ist das nicht vorzuwerfen. „Am Ende war ich zufrieden mit der Art und Weis”, so der Coach. Zwar werde Laimer im Endspiel um den Pott sicher nicht von Anfang an spielen, doch wer weiß, vielleicht ist der Sechser mit seiner Hingabe einer, der in einer engen Schlussphase den entscheidenden Ballgewinn hat. (RBlive/ukr)