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Champions-League-Qualifikation eskaliert Massenschlägerei in Lyon: Ex-RB-Profi Lois Openda mittendrin

Nach dem Champions-League-Aus von Olympique Lyon gegen Fenerbahce Istanbul eskaliert die Lage am Spielertunnel. Mittendrin ist Ex-RB-Stürmer Lois Openda, der selbst getroffen wird und die Szenen später deutlich kritisiert.

Aktualisiert: 27.08.2026, 11:21
Matteo Guendouzi, (mit erhobenen Armen) hat die spätere Massenschlägerei bereits im Schlepptau.
Matteo Guendouzi, (mit erhobenen Armen) hat die spätere Massenschlägerei bereits im Schlepptau. Foto: Imago/Ball Raw Images

Lyon, Leipzig/hen - Eine Massenprügelei vor und im Spielertunnel von Olympique Lyon hat das Rückspiel um die Qualifikation zur Champions League zwischen „OL“ und Fenerbahce Istanbul überschattet. Und dürfte für eine Reihe von Spielern und Funktionären ein Nachspiel durch die Uefa haben. Lange Sperren nicht ausgeschlossen. Mitten drin: der frühere RB-Stürmer Lois Openda.

Openda in der Startelf

Ex-RB-Profi Lois Openda im Spielertunnel von Lyon, wie die Massenschlägerei stattfand
Ex-RB-Profi Lois Openda im Spielertunnel von Lyon, wie die Massenschlägerei stattfand
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Der Belgier spielt seit vergangenem Sommer eigentlich für Juventus Turin. Erst wurde er von Rasenballsport geliehen, dann gekauft und schließlich diesen Sommer an Lyon verliehen, wo er am Mittwoch im entscheidenden Duell nach dem 1:1 im Hinspiel in der Startelf stand.

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Openda, von 2023 bis 2025 Spieler in Leipzig (93 Spiele, 41 Tore, 18 Vorlagen) war nicht zentral beteiligt an den Tumulten nach Abpfiff der Partie, hatte aber seine Anteile an der Entstehung der Massenschlägerei, die sich vor dem Tunneleingang abspielte – und eigentlich Fenerbahces Matteo Guendouzi galt.

Pingpong aus Beleidigungen

Der frühere Hertha-Profi ist selbst Südfranzose und stammt vom Lyoner Erzrivalen Olympique Marseille. Vor, während und nach dem Spiel wurde der Mittelfeldspieler schwer beleidigt, heizte der Stimmung durch obszöne Gesten allerdings selbst kräftig ein.

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Ein Pingpong aus Beleidigungen und Reaktionen entspann sich. Schon beim Aufwärmen zeigte Guendouzi den OL-Fans mehrfach den Mittelfinger, nach dem 2:1-Sieg, der die Türken nach 18 Jahren erstmals wieder in die Königsklasse bringt, rastete er völlig aus: jubelte vorm Lyon-Block, griff sich in den Schritt und zeigte die Jul-Geste, ein Hand- und Fingerkombination, die Marseille verherrlicht.

Guendouzi wird niedergestreckt

Kurz vor dem Tunneleingang erreicht das Schauspiel seinen Höhepunkt. Lyons Torwarttrainer Antonio Ferreira kam aus dem Kabinentrakt gestürmt und sprang Guendouzi mit ausgestrecktem Bein gegen die Brust. Im Nu waren Spieler, Trainer, Funktionäre und Security ineinander verkeilt und schlugen aufeinander ein.

Ob Guendouzi die Champions-League-Ligaphase trotz gelöstem Ticket erreicht, ist fraglich. Auch für Openda ist sie seit gestern en passé. Der Ex-RB-Profi hatte seinen Anteil an der Eskalation. Schon auf dem Rasen gehörte er zu den Lyon-Spielern, die Guendouzi nach dessen Provokationen angingen. Im Gedränge vor dem Spielertunnel wurde Openda dann selbst getroffen. Auf Bildern nach der Partie ist der Belgier mit einer Blessur im Gesicht zu sehen. Im Vergleich zu Guendouzi und einigen anderen Beteiligten kam der 26-Jährige aber glimpflich davon.

Bitter für Ex-RB-Profi

Nach dem Spiel distanzierte sich Openda von den Szenen. „Sowas will niemand im Fußball sehen“, sagte er und sprach von einem schlechten Bild, das die Beteiligten abgegeben hätten. Über Guendouzi wollte Openda nicht reden. Sportlich war sein Abend ohnehin bitter genug: Sein vermeintlicher Treffer zum 2:2 wurde wegen Abseits aberkannt. Im Hinspiel hatte er das 1:0 erzielt.