RB Leipzig

Maik Walpurgis: Als Underdog gegen „Lego-Fußball“ erfolgreich sein

08.12.2016, 09:59
Maik Walpurgis vermittelt seine Emotionalität nun beim FC Ingolstadt.
Maik Walpurgis vermittelt seine Emotionalität nun beim FC Ingolstadt. imago/Stefan Bösl

Selbstbewusst gibt sich Ingolstadt-Coach Maik Walpurgis vor dem Spiel gegen RB Leipzig. „Natürlich“ traue man sich einen Sieg gegen den Tabellenführer zu, erklärt er die BILD (Paywall). Allerdings „muss Samstag alles für uns passen. Daran arbeiten wir.“

Maik Walpurgis seziert RB Leipzigs „Fußball-Lego“

Dass man eine Siegchance habe, liegt auch daran, dass Maik Walpurgis RB Leipzig schon länger, nämlich „schon seit der Regionalliga“ kennt. „Wir haben Leipzig nicht nur analysiert, sondern in ihrer Spielweise seziert. Wir kennen darüber hinaus jeden Spieler im Detail, die Arbeitsweise, Stärken und Schwächen.“ Man müsse aber „vor allem auf uns schauen, an unser Limit gehen, um erfolgreich zu sein“.

Den Leipziger Fußball beschreibt der Übungsleiter als „Fußball-Lego, denn da baut alles aufeinander auf. Sie spielen mit Geschwindigkeit, Präzision und abgestimmten Lauf- und Passwegen.“ Deswegen stehe RB Leipzig „zu Recht da oben“.

Akribischer Arbeiter mit berühmten Vorbildern

Sich selbst sieht Walpurgis als „taktisch variabel“ und „akribisch“ „Mit den gegebenen Mitteln will ich das Maximale herausholen.“ Dabei seien „vor allem der Zusammenhalt, die Identifikation und die persönlichen Ziele für alle Spieler sehr wichtig, um als Team maximalen Erfolg zu haben“.

Seit August 2015 war der 43-Jährige ohne Job als Trainer. Damals wurde er beim VfL Osnabrück entlassen. Seitdem habe er sich „vor allem auf die anstehende Aufgabe vorbereitet. Per Scouting, Weiterbildungen, Austausch mit Kollegen und Videoanalysen. Ich habe auch zahlreiche Bundesligisten in ihren Trainingslagern besucht.“

Nebenbei hat Maik Walpurgis aber auch viel gelesen und sich „über Führung, Motivation und Zielsetzungen“ informiert. Auch die Biographien von Ottmar Hitzfeld und Carlos Ancelotti seien dabei hilfreich gewesen. Auch von Personen wie Muhammad Ali oder Arnold Schwarzenegger könne er viel lernen. „Mir geht es um die Frage, wie viel sie investiert haben, um ihre Ziele und Träume zu erreichen. Das begeistert mich.“