RB-Pressing ist "wie Fahrradfahren"

Nach Trainerwechsel: Halstenberg lobt klare Ansagen von Marco Rose

Von RBlive/msc Aktualisiert: 23.09.2022, 09:20
Marcel Halstenberg will mit RB Leipzig zurück zum Zweier-Schnitt.
Marcel Halstenberg will mit RB Leipzig zurück zum Zweier-Schnitt. imago/Picture Point LE

Marcel Halstenberg hat in seinen sieben Jahren bei RB Leipzig schon eine Menge mitgemacht und zuletzt in eineinhalb Jahren vier Trainer gesehen. Im Interview mit der Bild-Zeitung spricht er über den letzten Wechsel an der Seitenlinie von Domenico Tedesco zu Marco Rose.

RB Leipzigs erhöhter Rhythmus beim Trainerwechsel

Sportdirektor Ralf Rangnick holte Halstenberg 2015 nach Leipzig und war zugleich Trainer in der Aufstiegssaison. Während der Zeit von "Halste" arbeiteten in Leipzig sieben verschiedene Trainer in acht Amtszeiten, darunter der Interimsjob von Achim Beierlorzer und eine zweite Amtszeit von Ralf Rangnick.

Auf den folgte im Sommer 2019 Julian Nagelsmann, der das Spiel zu mehr Ballbesitz veränderte. Jesse Marsch brachte 2021 den Überfall-Fußball zurück und Domenico Tedesco korrigierte diese Entscheidung nach seiner Anstellung während der Hinrunde. Mit Ex-Salzburger Marco Rose kehrt Leipzig nun ein weiteres Mal zum früheren Kurs zurück, sehr viel Wert auf das Gegenpressing zu legen.

Marco Rose "zieht seinen Stiefel durch"

Das kommt Halstenberg entgegen. "Für mich ist es wie Fahrrad fahren – das verlernt man nicht", sagt er. Die Beziehung zum Trainer ist noch frisch und beide Seiten müssen sich "sicher noch kennenlernen", aber Halstenberg ist froh über die klaren Ansagen, die von Rose kommen. Der ziehe "seinen Stiefel durch" und treibe dem Team etwas das "Larifari" aus.

RB holte erst acht Punkte aus sieben Spielen

Damit lässt er auch etwas durchblicken, dass Domenico Tedesco mit seinem eher angepassten Stil Probleme mit der Mannschaftsführung bekam. Die Spieler hätten sich irgendwann "nicht mehr an den Plan gehalten." Das Ziel bei RB Leipzig bleibt ein Schnitt von zwei Zählern, von dem Halstenberg noch im Sommer sprach. "Dafür müssen wir nun aber anfangen zu punkten." Mit acht Punkten aus sieben Spielen holten die Sachsen gerade mal gut die Hälfte.