RB Leipzig

Marcel Sabitzer bleibt Kapitän von RB Leipzig - Weiter Gerüchte um Wechsel zu den Bayern

Von Martin Henkel 05.08.2021, 17:17
Jesse Marsch (r.) entscheidet sich: Marcel Sabitzer bleibt Kapitän von RB Leipzig
Jesse Marsch (r.) entscheidet sich: Marcel Sabitzer bleibt Kapitän von RB Leipzig imago images/Picture Point LE

Der umworbene österreichische Nationalspieler Marcel Sabitzer bleibt Kapitän von Fußball-Bundesligist RB Leipzig. Das bekräftigte Trainer Jesse Marsch am Donnerstag ungeachtet der anhaltenden Diskussionen um den 27-Jährigen, der in sein letztes Vertragsjahr bei RB geht und noch nicht auf eine Vertragsverlängerung eingegangen ist.

Zuletzt war auch der FC Bayern München mit dem bisherigen RB-Trainer Julian Nagelsmann als ein Interessent genannt worden. „Er ist unser Spieler, er war unser Kapitän letztes Jahr und hat eine super Saison gespielt. Er war ein guter Anführer und er bleibt Kapitän“, sagte Marsch vor dem Pokalspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SV Sandhausen.

Marsch kennt Sabitzers Beziehung zu Nagelsmann

Er habe auch mit dem Mannschaftsrat und den Verantwortlichen des Vereins gesprochen. Sie hätten die Wahl bestätigt, sagte Marsch, der sich zu weiteren Spekulationen nicht äußern wollte. „Ich will mich auf die Spieler fokussieren, die da sind“, sagte er.

Gleichzeitig halten die Gerüchte um einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister und Ex-Coach Nagelsmann weiter an. Es ist kein Geheimnis, dass beide miteinander gut können und Nagelsmann im Mittelfeld noch Verstärkung sucht.

Marsch weiß um die gute Beziehung der beiden, gegenüber der MZ und RBlive sagte er im Interview: "Wir haben zuletzt viel miteinander geredet. Es ist für einen Spieler nie einfach, wenn er nur noch ein Jahr Vertrag hat. Ich habe aus der Vergangenheit eine gute Beziehung zu Sabi, so wie er sie in den vergangenen zwei Jahren zu Julian Nagelsmann hatte. Ich schätze das, aber jetzt beginnt eine neue Zeit. Er ist ein guter Typ, er macht alles für die Mannschaft. Alles weitere wird man sehen."

Gerüchte im Netz

Im Netz kursieren bereits Vollzugmeldungen, in denen behauptet wird, dass Sabitzer, der in seiner Jugend Bayern-Fan war, bereits einem Wechsel zum FCB zugestimmt habe. Die Ablösesumme betrage 15 Millionen Euro plus weitere Boni. Allerdings sind die Quellen von zweifelhafter Glaubwürdigkeit.

Sabitzer hat nur noch Vertrag bis 2022, bei RB Leipzig geht man nach Informationen von RBlive mittlerweile davon aus, dass der Österreicher nicht verlängern wird. RB-Boss Oliver Mintzlaff sagte in der Sportbild: „Wir werden jetzt in Ruhe, ohne in Panik zu verfallen, mit ihm und seinem Berater die Gespräche aufnehmen, und dann schauen wir mal, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.“ Sabitzer ist seit Sommer 2015 im Verein. Er hat in 227 Spielen 52 Tore geschossen und weitere 42 aufgelegt. Sollte der Rechtsfuss tatsächlich nicht verlängern, könnte er kommende Saison ablösefrei wechseln.

Genug Alternativen

Für den Fall eines Abgangs stünden RB-Coach Jesse Marsch aber genügend Spieler als Ersatz zur Verfügung, auch wenn Sabitzer vor allem als Mentalitätsspieler nur schwer zu ersetzen wäre. Auf seiner jüngsten Position zentral vor der Abwehr hat der US-Amerikaner Tyler Adams, Konrad Laimer und Kevin Kampl zur Verfügung. Auch Bejamin Henrichs könnte die Rolle unter Umständen ausfüllen. Im offensiven Mittelfeld steht u.a. Zugang Dominik Szoboszlai bereit. (RBlive/hen)