RB Leipzig

Marius Müller bereut Zeit bei RB Leipzig nicht – Zukunft unklar

27.11.2017, 10:45
Marius Müller.
Marius Müller. GEPA Pictures - Roger Petzsche

Marius Müller ist trotz fehlender Einsatzzeit froh über das Jahr, das er bei RB Leipzig hatte. „Auch wenn es nicht so lief wie geplant, habe ich dort aber viel gelernt und bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben“, erklärt er im Interview mit liga-zwei.de.

Marius Müller: Für RB Leipzig die Olympischen Spiele abgesagt

„Ich bin sicherlich nicht dorthin gegangen, um fünf Spiele in der Regionalliga zu machen. Ich habe bei RB Leipzig realistische Chancen gesehen und habe Olympia dafür abgesagt, was mich noch immer schmerzt“, erklärt er zur nicht einfachen Saison 2016/2017.

Im Sommer 2016 hatte RB Leipzig den Keeper vom 1.FC Kaiserslautern geholt. Nach einem Jahr ohne Einsätze im Bundesligateam wurde er diesen Sommer wieder nach Kaiserslautern zurückverliehen. 2018 läuft der Leihvertrag aus. Bei RB Leipzig steht Marius Müller noch bis 2019 unter Vertrag.

Marius Müller weiß nicht, wie seine Zukunft bei RB Leipzig aussieht

Ob Müller tatsächlich noch mal zum RB-Bundesligakader gehört, ist noch unklar. Mit Peter Gulacsi hat man eine klare Nummer 1. Mit Yvon Mvogo steht ein talentierter Keeper dahinter. Dass Müller sich mit der Rolle als Nummer 3 zufrieden gibt, ist unwahrscheinlich.

Entsprechend ist auch Marius Müller selbst vorsichtig hinsichtlich Aussagen zu seiner Zukunft bei RB Leipzig. „Mit Peter Gulacsi hat RB Leipzig einen guten und seriösen Torhüter, der wenig Fehler macht. Wie meine eigene Zukunft aussieht, kann ich jetzt aber noch nicht beurteilen.“

Marius Müller mit schwerem Start in Kaiserslautern

Bei seiner Leihe zurück nach Kaiserslautern wurde Müller wegen seines Wechsels zu RB von Teilen der Fans nicht mit offenen Armen empfangen. Beim ersten Spiel in Nürnberg gab es Proteste gegen ihn. „Mir war bewusst, dass nicht alle Fans glücklich über meine Rückkehr sein würden. RB Leipzig steht nun einmal bei vielen Anhängern in der Kritik. Aber ich habe viel daraus gelernt. Man muss so eine Situation einfach annehmen. Dinge, die man ohnehin nicht ändern kann, muss man akzeptieren.“

Dass bei finanziell nicht so gut ausstatteten Vereinen ein Klub wie RB Leipzig nicht gut angesehen ist, versteht Marius Müller, da „viele um das Überleben kämpfen und jeden Cent zusammenhalten müssen.“ In Leipzig sei dagegen mit Red Bull „alles in kürzester Zeit hochgezogen“ worden. „Trotzdem sollte man die Leistung anerkennen. Es gibt genügend andere Vereine, die mit viel Geld nichts anfangen können. Ich habe erlebt, wie akribisch in Leipzig unter Ralf Rangnick gearbeitet wird. Das ist wirklich herausragend.“