RB LeipzigMatchwinner Sabitzer: Er erfuhr erst zehn Minuten vor Anpfiff, dass er spielt

Von (mz) 21.10.2017, 22:56
Alle Spieler jubeln über den Sieg gegen Stuttgart, nur einer stand in Badeschlappen da: Bruma (rechts,
Alle Spieler jubeln über den Sieg gegen Stuttgart, nur einer stand in Badeschlappen da: Bruma (rechts, imago

Eigentlich sollte Marcel Sabitzer beim Spiel gegen den VfB Stuttgart eine Pause kriegen sollen. Doch dann verletzte sich Bruma vor der Partie beim Warmmachen. Trainer Ralph Hasenhüttl erklärt die Gründe für diesen und andere Wechsel beim 1:0-Arbeitssieg gegen den VfB Stuttgart.

Bruma: Verhärtung im Oberschenkel

Laut Trainer Ralph Hasenhüttl hatte Bruma nach den Aufwärmübungen über muskuläre Probleme im Oberschenkel geklagt. „Es war verhärtet, deswegen sind wir da kein Risiko eingegangen”, sagte Hasenhüttl. „Deswegen musste Marcel Sabitzer durchspielen, das war nicht geplant.”

Und: „Durch den Ausfall von Bruma waren wir kurz vor dem Spiel gezwungen, vieles zu ändern. Marcel Sabitzer hat einen Kaltstart hingelegt. Dass er der Spieler wird, der das Spiel entscheidet, ist super für ihn. Aber wir hatten vieles umzustellen, das hat man heute gemerkt”, so der Cheftrainer.

Sabitzer: „Trikot an, Schienbeinschoner drauf, los gings”

Sabitzer, der zehn Minuten vor Anpfiff erfuhr, dass er doch spielt, kommentierte: „Ich habe erst erfahren, dass ich spiele, als die Mannschaft schon in der Kabine war und sich die Kollegen umgezogen haben. Dann habe ich mich noch ein bisschen warm gemacht, dann schnell in die Kabine, Trikot an, Schienbeinschoner drauf und dann gings los. Ich hätte mich über eine Pause nicht beschwert, aber bis Mittwoch kann ich gut regenerieren.”

Hasenhüttl: „Müssen Timo Werner langsam aufbauen”

Emil Forsberg und Sabitzer machten „heute nicht den frischesten Eindruck” auf den Coach. „Und auch Timo Werner müssen wir langsam aufbauen”, sagte der Österreicher.

Zudem beobachtete Hasenhüttl: „Heute hätten wir auch sieben, acht Spieler auswechseln können. Die haben alle sehnsüchtig rausgeguckt. Aber irgendwann ist Schluss.”

Weitere Stimmen zum Spiel lesen Sie hier bei der Mitteldeutschen Zeitung.

Statistik RB Leipzig – VfB Stuttgart 1:0 (1:0)

RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Orban (C), Bernardo – Demme, Keita (63. Kampl) – Sabitzer, Forsberg (73. Laimer) – Poulsen, Werner (61. Augustin).

VfB Stuttgart: Zieler – Baumgartl, Badstuber, Pavard – Beck (75. Brekalo), Insua – Mangala, Ascacibar – Asano (65. Akolo), Aogo (10. Burnic) – Terodde (C).

Tor: 1:0 Sabitzer (23. Werner); Torchancen: 7:5; Ecken: 3:5; Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen); Gelbe Karte: – / Terodde (89./2); Zuschauer: 42.558 in der Red Bull Arena Leipzig.