Medienmarathon für den RB-Coach

Winter-WM, Titelträume, Heimatgefühle: Das war der Rose-Montag

Aktualisiert: 22.11.2022, 15:36
Marco Rose stand einigen Medien Rede und Antwort.
Marco Rose stand einigen Medien Rede und Antwort. imago/motivio

Marco Rose hat seit dem Ende der englischen Wochen ruhigere Tage bei RB Leipzig erlebt. Die Winter-WM in Katar hat begonnen, das bedeutet mehr Zeit zum Durchatmen. Am vergangenen Wochenende allerdings hatte sich der Trainer der Sachsen einen wahren Medienmarathon vorgenommen, denn gleich auf fünf verschiedenen Kanälen liefen Exklusiv-Interviews mit dem nicht mehr ganz so neuen Gesicht an der Seitenlinie.

Hier finden Sie einen Überblick seiner interessantesten Aussagen.

Rose bei der LVZ...

...über seine Trainerteam: "Das ist kein Freunde-Treff, jeder Einzelne steht für fachliche Qualität, bringt sich mit seinen Stärken ein. Dass wir uns jahrelang kennen, uns vertrauen und freundschaftlich verbunden sind, hat sich so ergeben, war und ist aber kein ausschlaggebendes Kriterium."

...über die Antipathien gegenüber RB: "Bei uns herrscht Meinungsfreiheit. Und es gibt im wahren Leben und im Fußball unterschiedliche Auffassungen darüber, was gut und weniger gut ist. (...) RB ist ein Club, mit dem sich natürlich nicht alle, aber immer mehr Menschen identifizieren. Und wer sich bis zum Sankt Nimmerleinstag an den Roten Bullen stört, möge das tun."

Rose beim MDR...

...über die Rückkehr in seine Heimatstadt Leipzig, wo er vor zehn Jahren als Trainer des FC Lok Leipzig begann: "Ich hatte damals keinen Karriereplan. Aber jetzt Trainer bei RB Leipzig zu sein – mit den Zwischenstationen – hat dazu geführt, dass ich mächtig grau geworden bin und ein paar Haare verloren habe. (...) Wer es mit Leipzig und mit RB hält, für den ist es sicherlich eine coole Geschichte. Es fühlt sich bis hierhin richtig und gut an."

...über seinen Führungsstil: "Auf meine Jungs lasse ich nichts kommen. Aber ich erwarte auch viel, zum Beispiel Teamfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Am Ende wollen wir erfolgreich Fußball spielen. Das funktioniert auch über Emotionalität. Aber auch über Gelassenheit und den Glauben an die eigene Stärke."

Rose bei RBlive:

Rose bei der Bild-Zeitung...

...über Leitplanken der Disziplin: "Zu spät zu einer Spieltagssitzung bedeutet aber, dass du leider nicht in die Startelf gehörst. Es gibt Termine, die darf man nicht verpassen. Hier und da kann man auch mal ein bisschen die Leine länger lassen, aber wenn du eine große Gruppe warten lässt, ist das immer blöd. (...) Ich habe erst letztes Wochenende, wo wir aus Bremen abgereist sind, gemerkt, dass ich auch mal mit den Jungs darüber reden muss, wie wir Auswärtskabinen verlassen."

...über seine Verbundenheit zu Leipzig: "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich anders bewegen will und muss, als ich das vorher gemacht habe. Ich mag den Menschenschlag. Jeder kennt mein Verhältnis zu meiner Heimatstadt, weiß wie sehr ich Leipzig verbunden und wie gern ich hier bin. Ich kenne jeden Fleck, jede Menge Kneipen und Klubs. (...) Dinge, die ich über Jahre aufgrund der Entfernung nicht machen konnte, die mache ich jetzt und weiß das sehr zu schätzen: Mal zu einem Kumpel ein Bierchen trinken gehen oder irgendwo auf dem Heimweg in der Stadt anhalten."

...Titelträume: "Meine Erfahrung bei dem Thema ist auch, dass es nichts bringt viel darüber zu reden. Du musst danach handeln, danach arbeiten und danach Spieler verpflichten. Jeder muss seine Aufgabe erfüllen - und dann erhöht man Chancen auf Titelgewinne."

Rose bei Sky Sport über...

...sein Interesse an der WM: "Ich möchte grundsätzlich auch Deutschland spielen sehen. Bei einer WM bin ich Deutschland Fan. Ich war nicht so informiert über den Spielplan und hatte nächste Woche für 15 Uhr Training angesetzt, aber 14 Uhr spielt Deutschland. Das müssen wir noch mal verschieben."

...die Kritik an der Vergabe nach Katar: "Die WM wurde vor zwölf Jahren nach Katar vergeben - da war David Raum zwölf Jahre alt. Und er soll jetzt das, was damals reingelöffelt wurde, irgendwo mit auslöffeln. Es ist wichtig, dass man die Jungs dort Fußball spielen lässt. (...) Boykott bedeutet ignorieren - und die Dinge, die man verbessern möchte, sollte man nicht ignorieren."

...seinen Abschied bei Borussia Dortmund: "Es waren zu viele kleine Rückschläge bei so einem großen Verein, der so ambitioniert ist, wo es darum geht, um den Titel zu spielen. Und dann haben wir uns am Ende zusammengesetzt. In der Saisonanalyse sind wir dann nicht auf den gleichen Nenner gekommen und sind dementsprechend auseinandergegangen."