RB Leipzig

Mehr Tempo, mehr Durchschlagskraft: Wie RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann Gladbach knacken will

Von Thomas Fritz 31.10.2020, 10:45
RB-Stratege Christopher Nkunku beim 2:2 in Mönchengladbach im Februar.
RB-Stratege Christopher Nkunku beim 2:2 in Mönchengladbach im Februar. imago/Christian Schroedter 

RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann will die fast makellose Bilanz seiner Mannnschaft gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend (18.30/Sky) ausbauen. In acht Duellen mit den Fohlen unterlag der Bundesliga-Tabellenführer kein einziges Mal (fünf Siege, drei Remis). Nur noch gegen Fortuna Düsseldorf hat RB so oft gespielt - und noch nicht verloren.

Schon mit einem Remis beim Achten winkt Rasenballsport der beste Saisonstart der Klubgeschichte nach sechs Spieltagen. Aber Nagelsmann drängt nach der 0:5-Klatsche in der Champions League bei Manchester United natürlich auf Wiedergutmachung.

Mit mehr Tempo im Offensivspiel und mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel als bei den "Red Devils" soll der Dreier vom Niederrhein entführt werden. Und einer stabilen Defensive, versteht sich.

Zugleich weiß er um die Stärken der gegnerischen Mannschaft, die er "seit Jahren als eine der besten der gesamtem Liga" ansieht. Der 33-Jährige erwartet ein "hohes Pressing und ein schnelles Umschaltverhalten". Das stecke "in der DNA" von Marco Rose. Der gebürtige Leipziger stammt aus der Red-Bull-Schule, hat 2017 bis 2019  Salzburg betreut. 

"Nagelsmann über Thuram: "Körperlich ein Riesentier"

Besonders im Fokus hat der RB-Coach Gladbach-Stürmer Marcus Thuram, der beim 2:2 in der Champions League gegen Real Madrid mit einem Doppelpack geglänzt hatte. "Er ist körperlich ein Riesentier mit über 1,90 Meter, trotzdem ist er unglaublich schnell. Er hat einen guten Riecher vor dem Tor und sehr gute Laufwege", schwärmte Nagelsmann.

Spielt Hannes Wolf gegen seine Ex-Kollegen?

Der Fußballlehrer kündigte genau wie sein Gegenüber Rose nach den Auftritten in der Königsklasse eine Rotation an. "Drei, vier Spieler werden wahrscheinlich schon reinrutschen", sagte der 33-Jährige. Kandidaten könnten Willi Orban, Marcel Sabitzer sowie die Neuzugänge Alexander Sörloth und Justin Kluivert sein. Definitiv ausfallen werden Lukas Klostermann (Knie-OP), Konrad Laimer (Aufbautraining) und Nordi Mukiele (Muskelfasseriss).

Spannend ist auch die Frage, ob der Ex-Leipziger Hannes Wolf gegen seine alten Kollegen eine tragende Rolle spielen darf. Routinier Tony Jatschke und Laszlo Benes könnten wie Wolf in die erste Elf rutschen.  Jordan Beyer ist indes noch keine Option, Valentino Lazaro erst für Kurzeinsätze bereit und Denis Zakaria nach seinem Knorpelschaden auf einem sehr guten Weg.

Nagelsmann: "Manchmal fehlt das Killer-Gen"

Bei Gladbach ist der Respekt groß. RB sei trotz der Niederlage gegen Manchester "gut drauf", sagte Marco Rose auf der Pressekonferenz am Donnerstag: "Ich habe das Gefühl, dass sie in diesem Jahr in den Bereichen Pressing, Gegenpressing und Anlaufen noch einmal draufgepackt haben."

Aufgrund der vergleichbaren Herangehensweise beider Mannschaften erwartet Nagelsmann ein spannendes und gut anzuschauendes Bundesligaspiel. "Wir beide bringen eine sehr gute Qualität auf den Platz", sagte der RB-Coach. "Manchmal fehlt uns nur etwas das Killer-Gen." (RBlive/fri)