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Mit dem Linienflug nach Johannesburg „Verantwortung für die Bundesliga”: Leipzigs Ziele in Südafrika

RB Leipzig bricht am Montagabend zur fünftägigen Marketingtour nach Südafrika auf. Die Hintergründe zur Reise in die Sechs-Millionen-Einwohner-Metropole Johannesburg.

Von Ullrich Kroemer 25.05.2026, 05:00
Südafrikanischer Fan bei der Fifa-Klub-WM 2025.
Südafrikanischer Fan bei der Fifa-Klub-WM 2025. (Foto: imago/LatinSportImages)

Leipzig – Um die 80 Personen umfasst der Tross von RB Leipzig, der sich am Montagabend auf den Weg nach Johannesburg macht. Die 13-stündige Flugreise zur fünftägigen Marketingtour nach Südafrika bestreitet RB übrigens in einem Linienflug und nicht wie sonst bei solchen Reisen üblich im Charterflieger, um Kosten zu sparen. An diesem Dienstagmorgen dann landen die Leipziger zum ersten Gastspiel auf dem afrikanischen Kontinent. 

Lesen Sie hier: Johann Plenge im Interview – So will RB die Sponsoring- und Marketingerlöse steigern

Dass nach der Reise in die USA im Sommer 2024 und der Tour nach Brasilien im Vorjahr nun Südafrika das Ziel der dritten großen Auslandstour des Leipziger Red-Bull-Klubs ist, ist kein Zufall, sondern in die Vermarktungsoffensive der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in dem 62-Millionen-Einwohner-Land ganz am Südzipfel des afrikanischen Kontinents.

Spannendster Markt für die Bundesliga und RB im Süden Afrikas

Anfang des Monats unterzeichnete die DFL eine Absichtserklärung mit dem südafrikanischen Verband unterzeichnet, die unter anderem eine Zusammenarbeit bei der Förderung südafrikanischer Talente vorsieht, eine enge Unterstützung des Fußballmarktes durch das DFL-Büro in Johannesburg bei den Themen „Geschäftsstrategie und Sponsoring, Fanbindung und Markenentwicklung, Medientraining sowie technische Expertise für Themen auf und neben dem Platz”, wie die DFL mitteilte. Werder Bremen und Arminia Bielefeld hatte gerade zum Start des Projekts „Bundesliga Dream South Africa” die U16-Nationalnationalmannschaft des WM-Ausrichters von 2010 zu Gast. Nun zieht RB mit dem Gegenbesuch nach. 

Die Bundesliga ist die am schnellsten wachsende europäische Liga in Südafrika; im gesamten TV-Verbreitungsgebiet Sub-Saharan Africa – das gesamte afrikanische Territorium südlich der Sahara mit 1,2 Milliarden Menschen – ist Südafrika der einträglichste Markt für die DFL. So übernimmt RB neben den eigenen Marketinginteressen in einem Land, in dem auch der Verkauf der Red-Bull-Dosen wächst, auch „erneut Verantwortung für die Liga”, betonte RB-Geschäftsführer Johann Plenge. Südafrika profitiert also hinsichtlich der gesamten Fußballentwicklung, die DFL erhofft sich spannende Talente sowie ein weiteres Wachstum des interessanten Marktes, der übrigens in der gleichen Zeitzone liegt wie Deutschland. 

Training auf der umgebauten Rugby-Anlage

Trainiert wird auf dem Gelände der Wits Academy im hippen Stadtteil Braamfontein. Im extra umgebauten Rugby-Stadion der Universität steigt am Donnerstag ein öffentliches Training. Höhepunkt ist das Testspiel am Freitag gegen den 15-maligen südafrikanischen Meister und Klub-WM-Teilnehmers Mamelodi Sundowns in Pretoria (20 Uhr/RedBull TV).

Dazu gibt es zahlreiche weitere Aktivitäten wie ein gemeinsames Training mit dem Rugby-Team der Vodacom Bulls, Einblicke bei einem Workshop in die südafrikanische Tanzkultur Pantsula und diverse Nachwuchs-Projekte. Mit dabei sind wohl alle Profis, die keine Länderspiel-Verpflichtungen haben, sowie ausgewählte U19-Kicker. 

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