Ex-RBler Keita und Konaté in der Startelf

Liverpooler „Mentalitätsmonster“ machen Klopp stolz

Der FC Liverpool braucht eine Halbzeit lang, um in das Halbfinal-Rückspiel beim FC Villarreal zu finden. Jürgen Klopp findet die richtigen Worte: Der vorletzte Schritt fühle sich „herausragend, gewaltig“ an.

Von RBlive/dpa/fri 04.05.2022, 05:29
Liverpools Trainer Jürgen Klopp (l) und Spieler Kostas Tsimikas feiern den Sieg gegen Villarreal.
Liverpools Trainer Jürgen Klopp (l) und Spieler Kostas Tsimikas feiern den Sieg gegen Villarreal. Alberto Saiz/AP/dpa

Die in Liverpool viel beschworene Magie des Jürgen Klopp musste dieses Mal in der Halbzeitpause wirken.

„Wir hatten elf Probleme in der ersten Halbzeit, wenn man so will“, sagte der deutsche Trainer des FC Liverpool nach dem Einzug ins Finale der Champions League, für den am Dienstagabend beim spanischen Bayern-Bezwinger FC Villarreal harte Arbeit nötig gewesen war. „So wie wir reagiert haben, das war besonders“, fügte Klopp an - jetzt kann sein Team Geschichte schreiben.

Die Reds, bei denen die Ex-RB-Leipzig-Profis Naby Keita und Ibrahima Konaté in der Startelf standen, greifen nach dem 3:2 (0:2) nach 0:2-Rückstand in dieser Saison weiterhin nach vier Titeln. Im Endspiel der Königsklasse wartet am 28. Mai in Paris entweder Real Madrid oder Manchester City, die an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) den zweiten Finalisten ausspielen. „Herausragend, gewaltig“, fühle sich das an, sagte Klopp, der mit Liverpool 2018 im Endspiel an Real gescheitert war und 2019 den Henkelpott gewonnen hatte. „Es fühlt sich an, als wäre es das erste Mal.“

„Die Mentalitätsmonster waren in der Stadt“

Boulaye Dia (3.) und Francis Coquelin (41.) hatten Villarreal, das die Bayern im Viertelfinale aus dem Wettbewerb geworfen hatte, in Führung gebracht. „Wir haben nur die langen Bälle irgendwohin geschossen und versucht, es zu erzwingen“, bemängelte Klopp. Im Interview bei Amazon Prime Video berichtete er ansatzweise von seiner Ansprache in der Kabine: „Ein bisschen Taktiktafel, ein bisschen erklärt, wo wir hinwollen.“

Das „Doofe“ an so einer Halbzeit sei, „sie ist schlecht, das Gute ist, sie ist leicht zu verbessern“, sagte Klopp. „Und dann haben wir gedacht, das probieren wir jetzt, wo wir schon mal da sind.“ Besonders die Einwechslung von Luis Díaz, der in der 67. Minute traf, machte sich bezahlt. Davor war Fabinho (62.), danach Sadio Mané (75.) für Liverpool erfolgreich.

Er habe den Jungs vor der Partie gesagt, er wolle die Schlagzeile lesen: „Die Mentalitätsmonster waren in der Stadt“, sagte Klopp, der gar nicht schlecht ins Spanische übersetzte: „Mentalidad monstruoso“.

In der Premier League geht Liverpool mit einem Punkt Rückstand auf Man City in die finale Phase der Saison, im FA-Cup-Endspiel am 14. Mai in London ist der FC Chelsea mit Trainer Thomas Tuchel der Gegner. Den Ligapokal hat Liverpool in diesem Jahr schon gewonnen - gegen Chelsea.

„Die Spannung ist da, ich muss nicht viel machen. Wir spielen jedes Spiel, das auf dem Spielplan möglich war“, sagte Klopp. „Wir haben alles durchgespielt, wir spielen alle Finals, es gibt einen Grund, warum noch niemand das Quadrupel gewonnen hat.“