Mourinho wollte ihn unbedingt Wechsel zu Real fix, doch Diomande bleibt bei Red Bull
RB Leipzig wollte sein Juwel unter allen Umständen halten. Irgendwann aber ist niemand mehr unverkäuflich. Doch so ganz geht Diomande nicht.

Saalfelden/Leipzig/dpa/sid/ukr – Yan Diomande tanzte nur eine Saison und verzauberte dabei nicht nur RB Leipzig und die Bundesliga, sondern auch die große Fußball-Welt. Nun ist das Kapitel über den märchenhaften Aufstieg des Superstars nach nur einem Jahr Geschichte. Der Nobody, der als 18-Jähriger vom spanischen Zweitligisten CD Leganés für die stolze Ablösesumme von 20 Millionen Euro nach Sachsen gewechselt war, ist künftig ein Königlicher und spielt bis 2033 an der Seite von zahlreichen Weltstars unter Trainerlegende José Mourinho.
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Real Madrid ließ sich den Deal immerhin rund 125 Millionen Euro zuzüglich Zusatzzahlungen und Boni kosten, die nach RBlive-Informationen schnell etwa 135 Millionen Euro und maximal 140 Millionen Euro Gesamtwert bringen können.
„Der Wechsel zu Real Madrid ist für mich die Erfüllung eines Kindheitstraums. Umso dankbarer bin ich den Verantwortlichen bei RB Leipzig, dass sie mir diesen Wechsel trotz meines laufenden Vertrags ermöglichen”, wird der Außenstürmer in einem Statement auf der Leipziger Homepage zitiert.
Diomande bedankt sich wortreich bei RB
Während Real Madrid den Rekorddeal auf seiner Webseite denkbar knapp mit einem einzigen Satz verkündete, bedankte sich Diomande wortreich für die Chance, die er in Leipzig bekommen hat. „Der Klub und die Verantwortlichen haben vor einem Jahr an mich geglaubt, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt erst wenige Profispiele absolviert hatte. Sie haben mir das Vertrauen geschenkt und mir die Chance gegeben, mich auf höchstem Niveau zu beweisen.”
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RB-Geschäftsführer Marcel Schäfer fügte hinzu: „Es macht uns stolz, dass Yan durch seine starken Leistungen bei RB Leipzig international für große Aufmerksamkeit gesorgt hat.” Das zeige, welch imposante „Entwicklung junge, hungrige und entwicklungsfähige Spieler bei uns nehmen können”.
Enorme Gewinnmarge
Diomande und RB – das war in jederlei Hinsicht eine Erfolgsgeschichte und eine Win-Win-Situation. Zunächst als Ergänzungsspieler auf dem rechten Flügel vorgesehen, zeigte der Ivorer mit unglaublicher Ballsicherheit und Geschwindigkeit im Dribbling, dass ein ganz großes Talent in die Bundesliga gekommen ist. Schnell wurde er zum Stammspieler und versetzte die Abwehrketten in Angst und Schrecken. 33 Bundesliga-Spiele, zwölf Treffer, neun Vorlagen stehen zu Buche. Im DFB-Pokal lief er dreimal auf, traf einmal und legte einen Treffer auf. Eine beeindruckende Bilanz.
Zunächst wollten die Sachsen ihr Juwel um jeden Preis halten, ihn wenigstens ein Jahr lang in der Champions League noch reifen lassen. Doch angesichts der Rekordsumme war dem Abgang kein Riegel mehr vorzuschieben. Die nun garantierte Gewinnmarge von rund 105 Millionen Euro abzüglich der wohl fünfprozentigen Beteiligung für Leganés im Vergleich zum Kaufpreis ist enorm.
Mourinho wollte Diomande unbedingt
Diomande verabschiedete sich am Donnerstagvormittag anständig bei seinen bisherigen Teamkollegen, flog von Salzburg aus mit seinen Beratern im Luxusjet nach Madrid, um seine Zukunft zu regeln. Sein Wechsel zu Real galt seit Wochen als zunehmend wahrscheinlich, der auf die Trainerbank der Königlichen zurückgekehrte José Mourinho wollte das pfeilschnelle Supertalent unbedingt.
Diomande wird sich – trotz seiner hohen Ablöse – nun in einem Kader der nominellen Extraklasse behaupten müssen. Seine Kollegen beziehungsweise Konkurrenten in der Offensive heißen etwa Kylian Mbappé, Vinicius Júnior, Rodrygo, Brahim Díaz oder Jude Bellingham. Für Letzteren hatte Real vor zwei Jahren bis zu 127 Millionen Euro an Borussia Dortmund überwiesen. Diomande könnte diese Zahl sprengen.
Übrigens: So ganz geht Diomande nicht. Wie RBL mitteilte, bleibt er mit einem persönlichen Sponsoring Red-Bull-Athlet.