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Kommentar zum Abgang von Diomande Starkes Signal in die Fußballwelt

RB Leipzig steht für Entwicklung. Doch wer einen Shootingstar wie Yan Diomande haben will, muss eben auch mächtig tief in die Tasche greifen. Mit der Ablöse von bis zu 140 Millionen Euro ist RB in neuen Ablösedimensionen angekommen.

Von Ullrich Kroemer 06.08.2026, 18:24
RBlive-Reporter Ulli Kroemer.
RBlive-Reporter Ulli Kroemer. (Foto: imago/RBlive)

Saalfelden – Zwar schmerzt der Abgang von Yan Diomande zu Real Madrid alle bei RB Leipzig und auch viele Fans. Schließlich war der Hochveranlagte in vielen Spielen allein sein Eintrittsgeld wert. Doch wenn der wohl größte Klub der Welt bis zu 140 Millionen Euro für das Jahrhunderttalent nach RB Leipzig überweist, dürfen Manager Marcel Schäfer sowie Klubchefin Tatjana Haenni und Finanz-Geschäftsführer Florian Hopp, die am Donnerstag ebenfalls im Trainingslager in Saalfelden weilten, durchaus anstoßen.

Lesen Sie hier: Yan Diomande in einem seiner ersten Interviews bei RB Leipzig mit RBlive

Natürlich will RB Leipzig dahin kommen, nicht nach jeder Saison eilig seine Toptalente wieder abgeben zu müssen, um den Abstand zu Europas Top-16 peu à peu zu verkleinern. Doch eine solche Entwicklung und ein solcher Geldregen wie bei Diomande – der zweitteuerste Transfer in der deutschen Fußballgeschichte – sind außergewöhnlich.

Vertrag ohne Ausstiegsklausel war Gold wert

Das ist dem Verhandlungsgeschick der Leipziger zu verdanken, die Diomandes Vertrag anders als zuvor bei Talenten seines Kalibers üblich ohne Ausstiegsklausel gestalteten. Das zahlt sich nun aus und muss auch der Weg für die Zukunft sein: Wenn die Großklubs die besten Leipziger haben wollen, müssen sie dafür auch richtig in die Tasche greifen.  

Lesen Sie hier: Alles über das RB-Trainingscamp 2026 in Saalfelden

RB hat die Begehrlichkeiten gut moderiert. Erst schob Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff im Frühjahr einem Wechsel für 100 Millionen Euro scheinbar einen Riegel vor, sodass die Hausnummer gesetzt war. Danach betonten die Funktionäre so lange hartnäckig und glaubwürdig, Diomande halten zu wollen, bis die Ablöse sogar die zunächst kolportierten 120 Millionen Euro überschritt. Erst ganz am Ende öffneten Marcel Schäfer & Co. die Tür und bekamen gemeinsam mit Diomande sogar noch einen höchst anständigen und würdigen Abschied hin.

Beispiel Diomande strahlt in die gesamte Fußballwelt

Nun hat der Verein nicht nur die Verpflichtung, das Geld wieder klug zu investieren und das nächste Juwel zu entdecken, sondern auch die Chance, andere Topspieler wie Antonio Nusa zu halten. Zwar ist RB auf den Flügeln mit Nusa, Johan Bakayoko, Tidiam Gomis und auch Brajan Gruda gut besetzt, doch ohne Diomande fehlt dem Team aktuell der letzte Kick, das gewisse Etwas für die besonderen Spiele.  

Man darf davon ausgehen, dass die Leipziger bereits in Kürze weitere Transfermeldungen verkünden werden – darunter sicher auch ein weiterer Flügelspieler. Noch sind bis zum Ende der Transferperiode fast vier Wochen Zeit – genug um den Kader vernünftig zu planen. Argumente für einen Wechsel nach Leipzig gab es schon vorher genug, doch das Beispiel Diomande strahlt in die gesamte Fußballwelt.