Nach AUssagen über RB und Bayern"Hat mir nicht gefallen": Stefan Effenberg vermisst Dankbarkeit bei Max Eberl

Von RBlive/msc Aktualisiert: 31.12.2022, 12:23
Stefan Effenberg kritiserte Max Eberl für seine Aussagen.
Stefan Effenberg kritiserte Max Eberl für seine Aussagen. imago/Wiechmann

Max Eberl ist seit wenigen Wochen neuer Sportdirektor von RB Leipzig. Nach seinem Abschied vor einem Jahr von Borussia Mönchengladbach schlug der Wechsel hohe Wellen, viele Fans nahmen ihm die Wahl des Klubs übel, dessen Vereinspolitik er zuvor noch kritisiert hatte.

Jetzt hat auch der frühere Bundesligaprofi Stefan Effenberg den ehemaligen Teamkollegen in seiner Kolumne bei T-Online gerügt.

Effenberg haben die Aussagen "nicht gefallen"

Ihm hätten Eberls Aussagen zu seinen drei Lieblingsklubs "nicht gefallen", schrieb Effenberg. Der RB-Sportdirektor wurde erst kürzlich erneut zu seinen Gedankenspielen vor der Entscheidung pro RB befragt.

Eberl machte sich Gedanken über eine mögliche Zukunft im Fußball

Während der beruflichen Pause vom Job in Gladbach, die er aufgrund seiner gesundheitlichen Belastung einlegte, habe er sich zum ersten Mal gefragt: "Was wäre dein Traum, wo möchtest du arbeiten? Da gab es für mich drei Vereine, und da war Leipzig dabei", hatte Eberl auf dem parlamentarischen Abend in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte erklärt. Neben Leipzig war Bayern München und ein nicht näher genannter englischer Klub interessant für den 49-Jährigen.

Zeigte Eberl keine Dankbarkeit?

Effenberg warf ihm daraufhin vor, undankbar gegenüber Borussia Mönchengladbach zu sein. "Das kam auch in Gladbach sicher überhaupt nicht gut an und ist nicht fair dem Klub gegenüber, bei dem er zu einem guten Manager wachsen konnte. Schade, wenn man vergisst, wo man herkommt", so Effenberg. Er hatte Eberls Verpflichtung bei RB aber gelobt.

Beide haben eine jahrelange Vergangenheit sowohl bei Borussia Mönchengladbach als auch bei Bayern München. Allerdings waren sie nur ein Jahr lang von 1991 bis 1992 zugleich Profis beim Rekordmeister. Und standen dort nur in einem einzigen Spiel gleichzeitig für 46 Minuten auf dem Rasen.

Gladbach-Fans reagieren wie zu erwarten

In der Tat kamen die Aussagen von Eberl wie zu erwarten war bei einigen Fans der Borussia nicht gut an, die ihrem Ärger via Social Media Luft machten. Dass sich der langjährige Manager der Gladbacher nach einer schweren Phase jedoch Gedanken macht, bei welchem Klub er in Zukunft arbeiten würde, hat allerdings mit seiner Dankbarkeit oder Sympathie für seinen früheren Verein nichts zu tun. Von "Lieblingsklub" hat Eberl jedenfalls nicht gesprochen.