Nach einem Jahr RB LeipzigMohamed Simakan will mental stärker werden

Mit seinen gerade mal 22 Jahren ist Mohamed Simakan im ersten Jahr gemeinsam mit Josko Gvardiol eine weitgehend reibungsfreie Ablöse von Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté gelungen, die ihrerseits den Sprung zum FC Bayern respektive FC Liverpool gewagt hatten. Beim Kicker (Donnerstag) erklärt der Franzose, woran er nun am meisten arbeiten will.

Von RBlive/msc 14.07.2022, 08:37
Mohamed Simakan will seine Nervosität ablegen.
Mohamed Simakan will seine Nervosität ablegen. imago/motivio

Verbessert hat er bereits  nach eigener Aussage vor allem das Aufbauspiel, gerade wenn er in letzter Linie unter Druck steht. Dort hat er nun mehr innere Ruhe, um die richtige Entscheidung zu treffen. Aber "natürlich werde ich auch weiterhin Fehler machen", sagt er.

Unnötige Fehler gegen Brügge und Paris

Diese waren in der abgelaufenen Spielzeit vor allem die vielen unnötigen Fouls. Zu häufig nutzte er seine Arme, um die gegnerischen Stürmer einfach aus dem Weg zu Räumen. So gesehen beim Duell mit dem FC Brügge und auch im Spiel gegen Paris St. Germain, als er Kylian Mbappé einen Strafstoß servierte und auch damit seinen Teil zur Niederlage beitrug.

"Ich bin jetzt ruhiger"

Mit seinen 22 Jahren hat er auf seinem jetzigen Niveau auch genug Zeit, noch hinzu zu lernen. Fehler habe er anfangs vor allem deswegen gemacht, weil er sich in Zweikämpfe zu wenig Zeit nahm und den Ball immer sofort gewinnen wollte. "Ich bin jetzt ruhiger", sagt er nach der ersten Saison. 

Simakan hat einen Punkteschnitt von 1,82

Und das lässt sich auch auf die Art der Zweikampfführung beziehen. Zu oft habe er sich auch mit Gegenspielern angelegt, was ihn dann aus dem Konzept brachte. Das will er unbedingt abstellen und auf dem Platz "mehr mein eigenes Ding durchziehen". Dazu muss er sicherlich auch seine Nervosität ablegen, die ihm oft zu Spielbeginn einiges an Konzentration kostet. "Vielleicht sieht man das nicht, aber es ist so." Was man aber auch sieht: Wenn er auf dem Platz stand, war der Punkteschnitt bei sechs Spielen ohne ihn in der letzten Saison um 0,6 Zähler besser.